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Bolitho zählte bis zehn und stieg da
«Sie müssen nach achtern gehen, Sir. «Dabei zeigte er zur Schanze, wo Pears soeben in Gesellschaft des Flaggschiffkommandanten dem Schatten zustrebte.
Bolitho sah sich auf dem Achterdeck um, das dem der Trojan fast glich: Reihen festgezurrter Geschütze, die Taljen säuberlich belegt, das Tauwerk aufgeschossen auf den schneeweißen Decksplanken. Seeleute verrichteten ihre Arbeit, ein Fähnrich, das Glas auf eine einlaufende Brigg gerichtet, bewegte beim Entziffern ihrer Ke
Er ging langsam weiter nach achtern und war überrascht, Musik und gedämpftes Lachen von Mä
Pears war in der Menge verschwunden; Bolitho nickte einigen Leutnants zu, die wie er nur stillschweigend geduldet waren.
Eine hohe Gestalt erschien aus dem Gedränge, und Bolitho erka
«Sie sind Mr. Bolitho, nicht wahr?«Lamb streckte ihm die Hand entgegen.»Willkommen an Bord. Ich habe von Ihren Taten im März gehört und wollte Sie gern ke
Bolitho dachte an den schnittigen Schoner, an die plumpe Thrush. Seine Chance war schon gekommen und hatte ihn gleich wieder übergangen.
«Ich werde Sie dem Admiral vorstellen. «Lamb bemerkte Bo-lithos Ausdruck und lachte.»Er wird Sie nicht auffressen!»
Gedränge, gerötete Gesichter, laute Stimmen. Es war schwer, sich vorzustellen, daß der Krieg nur ein paar Meilen entfernt tobte. Bolitho sah mächtige blaue Schultern und einen goldberänderten Kragen: schwerfällig, plump. Eine Enttäuschung.
Aber der Kommandant schob den schwergewichtigen Ma
Konteradmiral Graham Coutts sah eher wie ein Leutnant als wie ein Flaggoffizier aus. Sein dunkelbraunes Haar trug er im Nacken lose zusammengebunden. Er hatte ein junges Gesicht, faltenlos und ohne die Maske der Autorität, die man sonst so oft zu sehen bekam.
Der Admiral streckte die Hand aus.»Bolitho, nicht wahr?«Er nickte und lächelte gewi
Eine elegante Erscheinung in blauem Samtanzug löste sich aus einer lauten Gruppe bei der Heckgalerie, und der Admiral erklärte:
«Sehen Sie diesen Herrn dort, Bolitho? Das ist Sir George Helpman aus London. «Seine Lippen schürzten sich ein wenig.»Ein „Experte" für unsere Malaise hier, eine wichtige Persönlichkeit, auf die alle hören sollten.»
Plötzlich war er wieder Admiral.»Amüsieren Sie sich gut, Bo-litho, lassen Sie sich reichen, was Ihnen zusagt. Das Essen ist heute ausgezeichnet!»
Er wandte sich ab, und Bolitho sah, wie er den Ma
Er dachte über Coutts nach, der keineswegs dem Bild entsprach, das er sich von ihm gemacht hatte. Schon jetzt empfand er für den Admiral Bewunderung und Loyalität, we
Es wurde schon dunkel, als die Gäste aufbrachen. Einige waren so betrunken, daß man sie in ihre Boote tragen mußte, andere torkelten mit gläsernem Blick allein zum Fallreep, vorsichtig jeden Schritt erzwingend, um sich keine Blöße zu geben.
Bolitho wartete und beobachtete vom Achterdeck, wie die Gäste hinuntergeleitet, einige auch mit Taljen über die Reling gehievt und in die längsseits liegenden Boote gefiert wurden.
Er kam an einer Kabine vorbei, deren nicht ganz geschlossene Tür einen kurzen Blick ins I
Ein Bootsmaat rief eifrig:»Ihr Kommandant kommt, Sir!»
«Aye. Rufen Sie das Boot. «Bolitho überprüfte den Sitz seines Degengurtes und rückte den Hut zurecht.
Pears erschien mit Kapitän Lamb. Sie schüttelten sich die Hände, da
Als es abgelegt hatte und in die starke Strömung hinaussteuerte, bemerkte Pears:»Widerlich, das Ganze!»
Drauf verfiel er in Schweigen und bewegte sich nicht, bis sie die erleuchteten Stückpforten der Trojan dicht vor sich hatten. Da erst sagte er abfällig:»We
Bolitho stand in dem schwankenden Boot neben Hogg, als Pears, der nach der Fallreepskette griff, ausrutschte. Bolitho glaubte ihn fluchen zu hören, war sich aber nicht ganz sicher. De
Pears scharfe Stimme kam von oben:»Stehen Sie nicht herum wie eine Salzsäule, Mr. Bolitho! We
Bolitho blickte Hogg an und grinste. Das klang schon wieder mehr nach Pears.
Unter anderem gehörten die undankbaren Pflichten eines Wachoffiziers im Hafen zum Aufgabenbereich der Leutnants, we
Seeleute, die an Land zu tun hatten, gerieten leicht in Versuchung, in einer Spelunke einzukehren; Betrunkene aber wurden festgenommen und auf ihre Schiffe zurücktransportiert, wo eine gute Tracht Schläge auf sie wartete.
Zwei Tage nach dem Besuch auf dem Flaggschiff hatte der Dritte Offizier der Trojan, Richard Bolitho, sich zur Verfügung des Hafenkommandanten zu halten. New York machte ihn nervös, diese Stadt, die nur darauf zu warten schien, daß etwas geschah, und zwar etwas Entscheidendes und Endgültiges. Hier herrschte ständig Bewegung. Flüchtlinge kamen aus dem Landesi