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Loguires Kopf zuckte zurück, als hätte man ihm ins Gesicht geschlagen. Mit zitternder Hand stützte er sich auf die Stuhllehne. Er schaute zu seinem Sohn, der triumphierend nickte. „Es ist also ein abgekartetes Spiel! Schon vor dieser Zusammenkunft habt ihr euch besprochen — hinter meinem Rücken! Und wer hat euch dazu angestachelt?“ Mit finsterem Blick musterte er Durer.

„Du!“ brüllte er. „Vor fünf Jahren kamst du zu mir, und ich alter Narr war sogar noch erfreut darüber. Und da

nach und nach alle deine Bastarde — und immer noch hielt ich es für gut!“

Er wandte sich nach rechts. „Anselm, den ich einst meinen Sohn na

Rod wurde plötzlich klar, wie die Zusammenkunft enden würde. Die Ratgeber durften das Risiko nicht eingehen, Loguire am Leben zu lassen. Der alte Herzog war immer noch stark und nicht unterzukriegen und es mochte ihm durchaus wieder gelingen, die Hohen Lords auf seine Seite zu bekommen.

Anselm legte die Hand auf Durers Schulter. Der Ratgeber hatte Loguire kategorisch verlassen und sich neben seinen Sohn gestellt. „Ich vertraue diesem Ma

Loguire verengte die Augen. „Nein!“ spuckte er. „Lieber sterbe ich, als zum Verräter zu werden, wie ihr!“

„Ihr sollt haben, was ihr begehrt!“ rief Durer. „Welche Todesart zieht Ihr vor?“

Anselm starrte ihn an. „Halte dich zurück, Durer! Er ist ein alter Narr, ja, und steht gegen das Wohl des Landes. Aber er ist mein Vater, und ich werde nicht dulden, daß jemand Hand an ihn legt!“

Durer hob die Brauen. „Ihr wollt eine Schlange an Eurem Busen nähren, Mylord? Aber nicht Ihr allein habt zu entscheiden, sondern alle Lords.“ Er hob die Stimme. „Was sagt Ihr, edle Herren? Soll dieser Ma

Rod überlegte. Er mußte Loguire herausholen. Er ko

Ein zögerndes, aber einstimmiges Ja hallte durch den Saal. Durer verneigte sich spöttisch. „Das Urteil, mein Lord, ist der Tod.“ Er zog das Rapier und holte aus. Im gleichen Augenblick erlosch das Licht. Rod blieb einen Moment wie erstarrt in der totalen Dunkelheit stehen, da

Der Kleine war unheimlich stark und zäh. Immer näher drang die Dolchspitze an Rods Hals. Er spürte bereits die ersten Blutstropfen, als plötzlich ein grauenvolles, ohrenbetäubendes Ächzen den Saal erfüllte, dem gleich Panikschreie folgten. Drei riesige schimmernde, durchscheinende Gestalten schwebten durch die Luft. Knochengesichter waren zu sehen, mit den Mündern zu großen Os gerundet. Horatio und zwei andere ehemalige Loguires amüsierten sich köstlich. Rod brüllte: „Gekab, sechzig Hertz!“ Betäubendes Dröhnen summte in seinen Ohren und sofort schwand seine Furcht. Hastig schaltete er wieder das Hüllenlicht ein und fand Loguire. Rod duckte sich, rammte ihm den Schädel in den Magen, schwang ihn sich über die gute Schulter, und eilte zur Öffnung. „Drückt die Hände an die Ohren, ihr Narren!“ kreischte Durer und folgte Rod, der die Öffnung nicht gleich finden ko

Panik griff nach ihm, de

Kalte Luft blies gegen seine Wange. „Mir nach!“ do

Immer noch keuchend blickte er zu Horatio hoch. „Habt Dank für die Rettung!“ krächzte er.

Horatio winkte ab. „Tot hättet Ihr Euren Eid nicht erfüllen kö

„Wie habt Ihr das eigentlich geschafft, alle Fackeln gleichzeitig zu löschen?“ fragte Rod nach einer Weile.

„Ich dachte, das hättet Ihr getan, Zauberer.“

Rod starrte ihn mit weit offenem Mund an. „Ich dachte, Ihr hättet — und Ihr dachtet, ich hätte… Aber wer war es da

Ein Lichtstrahl drang durch das von Rod geschaffene Guckloch. Horatio heulte furchterfüllt auf und verschwand.

Rod spähte durch das Loch. Durer stand auf der Plattform und stieß mit dem Dolch um sich. „Wo? Wo?“ heulte er.

Rod half Loguire, der noch völlig benommen war, auf die Beine. „Wer — wer war das?“ fragte er, während Rod ihn hinter sich herzog. „Dieser Ma

Offenbar stand Loguire noch unter Schock. Er mußte ihn also vorsichtig behandeln. „Einer Eurer Verwandten, Mylord. Kommt, wir müssen uns beeilen.“

„Verwandter?“ murmelte Loguire, aber er lief hinter Rod her, bis sie um eine Biegung kamen, dahinter würde es dunkel sein, da das Licht aus dem Guckloch nicht so weit reichte. Doch als sie um die Ecke bogen, schimmerte etwas voraus — eine Gestalt mit einer phosphoreszierenden Lichtkugel in der Hand und zutiefst besorgtem Gesicht.

„Gwendylon!“ rief Rod.

Ihr Gesicht strahlte erleichtert auf.

„Was, zum Teufel, machst du da?“

Unschuldigen Blickes antwortete sie: „Ich folgte Euch, Mylord.“

„Aber, aber… Du mußt mich doch jetzt hassen, so war es schließlich gedacht!“

„Nie, mein Lord“, sagte sie ernst. Rod dachte wieder daran, was Tom über Bauernmädchen gesagt hatte, doch da

„Was hast du de

„Oh, nur ein kleiner Zauber, den meine Mutter mich lehrte, als ich noch ein ganz winziges Kind war. Das Licht wird uns helfen, einen Weg durch dieses Labyrinth zu finden.“

Rod starrte sie an. „Und wie hast du die Fackeln im Saal gelöscht?“

„Das ist nicht so einfach zu erklären, Mylord. Haben wir Zeit?“

„Nein. Aber du warst es jedenfalls, hm? Ein weiterer Trick, den deine Mutter dich lehrte?“

Sie nickte, da bemerkte sie seine blutende Schulter. „Ihr seid verwundet, mein Lord!“ rief sie erschrocken. Erst jetzt wurden Rod die Schmerzen wieder bewußt. Er wollte sich an die Wand stützen, doch statt dessen drückte seine Hand auf etwas Weiches, Nachgiebiges, und schon schmiegte sich ein sanfter Körper an ihn. „Gwendylon! Hier ist wirklich nicht der richtige Ort…“

„Mit Euch ist überall der richtige Ort“, flüsterte sie in sein Ohr.

Rod versuchte, sich in die Wand hineinzudrängen. „Horch, Baby, wir haben jetzt nicht die Zeit dazu, doch we

Sie sog die Luft ein. „Wahrhaftig, Lord?“

Rod wich zur Seite, so weit er ko

„Das genügt“, versicherte sie ihm mit strahlendem Lächeln, und schon rarinte sie mit dem Licht voraus. Er

blickte ihr eine Sekunde nach, da

„Es dauert nicht lange.“ Er zog sie an sich und drückte die Lippen fest auf ihre. Sie seufzte glücklich und schob ihn von sich. „Und wofür war das?“