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Er sperrte den Mund auf. „Du? Eine Hexe? Aber…“
„Ihr werdet mich doch deshalb nicht verachten, Lord?“ fragte sie ängstlich. „Ihr, der Ihr ein Zauberer seid.“
„Was? Ich? Nein, natürlich nicht. Ich meine — uh — einige meiner besten Freunde sind — uh…“
„Mein Lord?“ fragte sie besorgt. „Fühlt Ihr Euch nicht wohl?“
„Ich? Natürlich nicht? Nein, warte…“ Wieder mußte er erst Luft holen. „Du bist also eine Hexe? Und we
Sie schmiegte sich fest an ihn. „Ja, mein Lord?“
„Nein, nein! Das meinte ich nicht.“ Hastig wich er ein paar Schritte zurück und streckte die Hände aus, um sie abzuwehren. „Also, der einzige Grund, daß du mir folgtest, war deine Angst um mich, richtig? Weil du glaubtest, ich kö
Der Glanz ihrer Augen erlosch. „Ja, Mylord.“
„Doch jetzt weißt du, daß ich ein Zauberer bin und du keine Angst mehr um mich haben mußt. Also besteht kein Grund, mir weiter zu folgen, richtig?“
„Nein, mein Lord.“ Stolz hob sie das Ki
Das Schlimmste war, dachte er, daß sie so verdammt recht hatte. Auf dieser verrückten Welt gab es bestimmt noch eine Menge Zauberei und sonstiges, das er sich nicht einmal vorzustellen vermochte. Aber andererseits gab es auch einiges, von dem sie nichts wußte. Als Amateurhexe, vermutlich, und zu alt, der Gewerkschaft beizutreten — sie war bestimmt schon fast so alt wie er! — , ka
Er verzog das Gesicht zu einem säuerlichen Lächeln.,Es stimmt schon, was man von Bauernmädchen sagt. We
„He, Mi
Rod schlüpfte in sein Wams und griff nach der Harfe. Er riß die Tür auf und versuchte, ganz wach zu werden, nach dem kärglichen Schlaf, der ihm vergö
Eine schwere Faust traf Rod unter dem Ohr und warf ihn an die Wand. Er kämpfte gegen das Verlangen, dem Burschen den Hals umzudrehen. Durch dichte Nebelschleier hörte er ein sadistisches Kichern. „Überleg dir deine Worte, we
Rod richtete sich an der Wand auf und schätzte seinen Peiniger ab. Er war ein gewöhnlicher Fußsoldat in schmutzigem Lederwams und nicht weniger schmutzigern Kettenhemd, mit abstoßendem Körpergeruch und dazu noch fauligem Atem von den verrottenden Zähnen, die er in einem selbstzufriedenen Grinsen fletschte.
Rod seufzte. Es war besser, seine Rolle zu spielen. Den Schlag hatte er verdient, weil er aus dieser Rolle gefallen war. Der Mi
Diesmal traf die Faust ihn unter dem Ki
Rods Handkante schlug dreimal blitzschnell zu. Das war ihm doch zuviel gewesen. „Ich würde mich erst mal vergewissern, wer der Höhere ist. Und jetzt führ mich zu deinem Herrn!“ Der Herr war, wie sich herausstellte, Lord Loguire. Er saß am Kopfende eines riesigen ovalen Tisches in der Mitte eines mit prächtigen Wandteppichen behangenen Gemachs. Zu seiner Rechten hatte sein ältester Sohn Platz genommen, zu seiner Linken Durer. Die anderen Stühle waren von acht Mä
Der Tisch war zum Frühstück gedeckt, aber keiner von den Anwesenden aß mit Genuß. Anselm, beispielsweise, Loguires Sohn, schluckte die Bissen mechanisch, und sein Gesicht war von kalter Wut verzerrt.
Rod schloß daraus, daß es eine Meinungsverschiedenheit zwischen Vater und Sohn gegeben hatte, aus der der alte Loguire natürlich als Sieger hervorgegangen war — aber nur, indem er seinem Sohn den Mund verboten hatte. Und ihn, Rod, hatte man gerufen, damit er wieder für Stimmung sorgte. Was von einem Mi
Durers Gesicht ko
Loguire sah seinen Sohn mit stummer Bitte in den alten, rotumränderten Augen an. Aber Anselm gö
Durers Kopf zuckte herum. Bei Rods Anblick weiteten sich seine Augen. Schrecken verzerrte seine Züge und wurde von mörderischem Haß abgelöst.
Rod lächelte vergnügt und verbeugte sich. Er überlegte, welches Lied wohl die Spa
Er bega
Sie schwankten von brütender Überlegung zu Verachtung (obgleich unterdrückt). Letztere galt offenbar dem alten Herzog. Es sah ganz so aus, als hätte Loguire hier keine Unterstützung. Alle schienen auf der Seite seines Sohnes zu sein. „Mi
Rod schaute auf. Es war Anselm, der ihn gerufen hatte. Sein Gesicht war in Bitterkeit erstarrt. „Habt Ihr vielleicht ein Lied über einen, den eine Frau zum Narren hält und der ein doppelter Narr ist, weil er sie trotzdem liebt?“