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Recht auf jede Frau ihrer Leibeigenen genommen. Catherine ist eine Reformerin, die versucht, alle Mißstände, derer sie sich bewußt ist, dadurch zu beheben, daß sie sich zum einzigen Gesetz auf Gramayre macht — doch sie wird es nicht schaffen.
Die Lords werden es nicht zulassen. Mit den Richtern wäre sie vermutlich gerade noch durchgekommen, aber die Sache mit den Priestern wird zur Rebellion führen. In dieser Art von Gesellschaft haben die Priester mehr Einfluß auf das Volk als sonst irgend jemand. Und we
„Soweit pflichte ich Ihnen bei“, sagte der Roboter. „Das ist auch noch das klassische Muster, ähnlich dem Versuch des englischen Königs Joha
Rod nickte. „Und wir kö
„Aber…“
„Aber was, Gekab?“ fragte Rod mit märtyrergleicher Geduld.
„Es gibt das fremde Element: eine Gruppe von Ratgebern der Hohen Lords — eine Gruppe, die ausgesprochen kohäsiv zu sein scheint.“
Rod runzelte die Stirn. „Stimmt.“
„Und was Sie mir von der Szene nach Catherines Verlassen der Ratskammer erzählt haben…“
„Puh!“ Rod schauderte. „Es war, als hätte sie ihnen den Fehdehandschuh zugeworfen, und alle stürzten sich darauf, um in die Ehre zu kommen, ihn aufheben zu dürfen. Das Mädchen mag zwar ein wenig von den Grundbegriffen der Staatswissenschaft verstehen, aber absolut nichts von Diplomatie. Sie forderte sie heraus, ohne wirklich zu glauben, daß sie es wagen würden, sich gegen sie zu stellen.“ „Ja, und die Ratgeber machten ihre Sache großartig. Jeder riet seinem Lord, nicht zu kämpfen, da er zu schwach sei — um ihn da
„Ja…“ Rod runzelte die Stirn. „Das ist in einer solchen Gesellschaftsordnung nicht normal, nicht wahr, Gekab?“ „Allerdings nicht, Rod. Die Anarchietheorie ergibt sich gewöhnlich erst, we
Rod kaute an seiner Lippe. „Außerplanetarer Einfluß, vielleicht?“
„Möglich. Und das führt uns zu der totalitären Volksbewegung: eine weitere Anomalie. Nein, Rod, das ist nicht das klassische Muster!“
„Nein, verdammt. Wir haben drei Gruppen, die auf die Macht aus sind: die Bauern, die Herzöge und ihre Ratgeber, und die Königin und wer immer sie unterstützt. Im Augenblick scheint diese Unterstützung sich auf Brom O'Berin zu beschränken.“ „Totalitaristen, Anarchisten, und die Königin in der Mitte“, brummte Gekab. „Auf wessen Seite sind Sie, Rod?“ „Auf Catherines, zum Teufel!“ Rod grinste. „Ich bin hier, um die Saat der Demokratie auszustreuen, und es sieht ganz so aus, als wäre die einzige Chance, sie zum Keimen zu bringen, einer konstitutionellen Monarchie auf die Beine zu helfen.“ „Ich ka
Rod stieß die Fersen in Gekabs Metallflanken und legte die Hand um sein Rapier. Der Rappe galoppierte auf den Lärm zu.
Unter dem rauchigen Fackelschein in einer Gassenmündung kämpfte ein Ma
Rod brüllte. Er lenkte das Pferd mitten hinein und hieb mit der flachen Degenklinge um sich. Gerade noch rechtzeitig riß er den Dolch heraus, um ein Schwert abzuwehren, das von links auf ihn zukam. Sein Rapier schwang im Bogen um seinen Kopf und klirrte gegen den Stahl des Gegners. Und da
Plötzlich klirrten drei Klingen auf den Boden, und ihre Besitzer ergriffen das Hasenpanier. Einen Augenblick blieb Rod wie benommen sitzen, da
Aber als er das dunkle Ende der Gasse erreichte, war nichts mehr von den Fliehenden zu sehen, obwohl es sich um eine Sackgasse handelte. Zweifellos waren sie hinter irgendwelchen Türen verschwunden. Ihr Opfer, das es nicht geworden war, kam herbeigera
Rod fluchte und schob sein Rapier in die Scheide zurück. Er wandte sich dem Fremden zu. „Seid Ihr verletzt?“
„Nein“, murmelte der junge Ma
Fast ein wenig neidvoll schwang Rod sich aus dem Sattel. Die Stirn des jungen Ma
Er runzelte die Stirn, als er das Blut an Rods Ärmel bemerkte.
„Ihr seid verletzt!“
„Ein Kratzer“, beruhigte ihn Rod. Er fummelte in Gekabs Satteltasche nach einer antiseptischen Binde und wickelte sie um den Unterarm. „Aber Ihr dürft gern die Schneiderrechnung bezahlen, we
Der Jüngling nickte, und seine blauen Augen wirkten sehr ernst. „Das tue ich nur zu gern, de
Ein anständiger Junge, dachte Rod und streckte ihm die Hand entgegen. „Rod Gallowglass zu Euren Diensten, und von Schuld ka
„Aber ich stehe in Eurer Schuld“, erklärte der Junge und nahm Rods Hand wie in einen Schraubstock. „Ihr müßt mir zumindest gestatten, Euch einen Krug Bier zu kaufen.“
Rod zuckte die Schultern. „Warum nicht? Ich war ohnehin auf dem Weg in eine Schenke. Kommt doch mit.“
Zu seiner Überraschung zögerte Tuan. „Verzeiht, mein guter Herr Gallowglass — es gibt nur eine in dieser Stadt, in der ich willkommen bin. Alle anderen lehnen meine Art zu leben ab, und…“ Das runde Gesicht verzog sich zu einem breiten Grinsen. „… sie gefällt den Spießbürgern nicht so recht.“
Rod nickte. „Na schön, ein Wirtshaus ist so gut wie jedes andere.“
Der Stadtteil, in den Tuan ihn führte, paßte nicht so ganz zu seinen guten Manieren und seinem sauberen Aussehen. Auch die Schenke selbst sah nicht sehr vertrauenswürdig aus. Sie erweckte den Eindruck, als würde sie beim nächsten Windstoß zusammenbrechen. Die Fenster waren mit wurmzerfressenen, morschen Brettern verschlossen, nur die schwere Eichentür wirkte massiv, und selbst sie hing schief in den Angeln.
„Ah, hier hat man also nichts gegen Eure Lebensweise einzuwenden?“ fragte Rod, als Tuan mit dem Dolchgriff an die Tür klopfte.