Добавить в цитаты Настройки чтения

Страница 35 из 67

Conway sah Captain Fletcher an, der die Mundwinkel nach unten zog und gleichzeitig eine Augenbraue hob. Mit diesem Mittel wortloser Verständigung drückte der Captain die Ansicht aus, daß derjenige, der diese medizinische Fachsprache verstand, auch am besten zur Beantwortung der Fragen geeignet wäre.

„Hier spricht Chefarzt Doktor Conway, Ambulanzschiff Rhabwar“, meldete sich Conway in forschem Ton. „An Bord sind Angehörige des Personals und eine Patientin, alle warmblütige Sauerstoffatmer. Die Klassifikationen der Besatzung lauten: terrestrische DBDGs, cinrusskischer GLNO und kelgianische DBLF. Die Patientin ist eine DBPK unbeka

„Sie werden bereits erwartet, Rhabwar, und ich hab Sie hier als Flugverkehr mit Vorrang verzeichnet“, unterbrach ihn die Stimme aus der Anmeldezentrale. „Bitte benutzen Sie Anflugebene rot zwei und folgen Sie den rot-gelb-roten Baken zur Schleuse fünf…“

„Aber Schleuse fünf ist doch eine…“, protestierte Conway.

„…die, wie Sie wissen, Doktor, der Haupteingang zu den Ebenen der wasseratmenden AUGLs ist“, fuhr die Stimme aus der Anmeldezentrale fort. „Die für Ihre Patientin reservierte Unterkunft befindet sich jedenfalls in der Nähe von Schleuse fünf. Außerdem ist die von Ihnen unter diesen Umständen normalerweise benutzte Schleuse drei von über zwanzig verletzten Hudlarern blockiert. Während der Montage einer melfanischen Orbitalfabrik hat sich ein Bauunfall ereignet, bei dem Strahlung freigesetzt worden ist. Aber mir sind zur Zeit nur die medizinischen Einzelheiten beka

Thor

Conway blickte Fletcher fragend an, und der Captain antwortete: „In zwei Stunden und sechzehn Minuten.“

Das wäre reichlich Zeit, um die DBPK-Patientin in die Drucktragbahre zu legen — eine solche Trage gewährleistete die Aufrechterhaltung des Lebenserhaltungssystems eines Patienten und schützte ihn vor dem luftleeren Raum, vor Wasser und einer ganzen Anzahl todbringender Atmosphären. Auch das medizinische Team der Rhabwar ko

Nach dieser kurzen Denkpause übermittelte Conway schließlich die Schätzung des Captains an die Zentrale und fragte, von wem das medizinische Personal der Rhabwar an Schleuse fünf empfangen werden würde.

Die Stimme von der Anmeldezentrale gab eine Anzahl kurzer, unübersetzbarer und bei einem ET wahrscheinlich dem Stottern gleichzusetzende Laute von sich, und fuhr erst da

Das Team ka

„Vielen Dank auch“, erwiderte Conway, wobei der sarkastische Unterton in seiner Stimme durch die Übersetzung natürlich verlorenging.

„Keine Ursache!“ entgegnete das Wesen in der Anmeldezentrale. „Und jetzt hätte ich gern den Kommunikationsoffizier gesprochen.

Chefdiagnostiker Thor

Gut zwei Stunden später wußte Thor

Das Transportteam der Unfallaufnahme — Terrestrier in leichten Anzügen mit Helmen, Gürteln und Stiefeln in hellblauer Leuchtfarbe — schob die Drucktragbahre sofort zur I

Conway war regelrecht froh, daß die Patientin nicht bei Bewußtsein war.

De

Die AUGL-Station glich einer ausgedehnten Unterwasserhöhle, die für chalderische Augen mit einer Vielzahl einheimischer Kunstpflanzen geschmackvoll dekoriert war, von denen einige offensichtlich fleischfressend waren. Das war jedoch nicht die normale Umwelt der kulturell und technologisch hochentwickelten Bewohner von Chalderescol, sondern die von gesunden jungen Chaldern im Urlaub aufgesuchte Umgebung. Laut Chefpsychologe O'Mara stellte diese primitive Umwelt eine wichtige Hilfe bei der Genesung dar — und der Chefpsychologe irrte sich in solchen Punkten äußerst selten. Doch selbst für einen über die Vorgänge genauestens unterrichteten terrestrischen DBDG wie Conway war dies ein geradezu gespenstischer Ort.

Eine vollkommen neue Lebensform, deren Sprache erst noch in den Übersetzungscomputer des Hospitals eingegeben werden mußte, würde natürlich überhaupt nicht wissen, was sie davon halten sollte — und erst recht nicht bei einer plötzlichen Konfrontation mit einem der AUGL-Patienten.

Ein erwachsener Bewohner von Chalderescol eri

Prilicla schwamm als vage sichtbare insektenartige Gestalt in der silbrig schimmernden Anzugblase ein kleines Stück vor der Gruppe, und da die emotionale Ausstrahlung auf dieser Station gelegentlich explosionsartig anstieg, zitterte er hin und wieder. Conway wußte aus Erfahrung, daß für diese Reaktion weder die Patientin noch die neugierigen AUGLs verantwortlich waren, sondern vielmehr die vom Transportteam ausgehenden Gefühle der Besorgnis, das die Trage an als Betten dienenden Stahlrahmen, medizinischen Geräten und der künstlichen Flora der Station vorbei und durch den wassergefüllten Teil des Korridors dahinter manövrieren mußte. Die Trocken- und Kühlmittel in den leichten Anzügen des Transportteams funktionierten im warmen Wasser der AUGL-Abteilung nicht wie gewohnt. Und we