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Kaufma
Kaiser. Wie geht's zu! We
Weislingen. Ihr kommt zur ungelegnen Zeit. Geht und verweilt einige Tage hier.
Kaufleute. Wir empfehlen uns zu Gnaden. (Ab.)
Kaiser. Wieder neue Händel. Sie wachsen nach wie die Köpfe der Hydra.
Weislingen. Und sind nicht auszurotten als mit Feuer und Schwert und einer mutigen Unternehmung.
Kaiser. Glaubt Ihr?
Weislingen. Ich halte nichts für tunlicher, we
Kaiser. Ich möchte die Leute gerne schonen, sie sind tapfer und edel. We
Weislingen. Es wäre zu wünschen, daß sie von jeher gelernt hätten, ihrer Pflicht zu gehorchen. Und da
Kaiser. Ihr ratet also zur Strenge?
Weislingen. Ich sehe kein ander Mittel, den Schwindelgeist, der ganze Landschaften ergreift, zu ba
Kaiser. Jetzt wär eine schöne Gelegenheit wider den Berlichingen und Selbitz; nur wollt ich nicht, daß ihnen was zuleid geschehe. Gefangen möcht ich sie haben, und da
Weislingen. Ein freudiger beistimmender Zuruf wird Eurer Majestät das Ende der Rede ersparen. (Ab.)
Jagsthausen
Sickingen. Berlichingen.
Sickingen. Ja, ich komme, Eure edle Schwester um ihr Herz und ihre Hand zu bitten.
Götz. So wollt ich, Ihr wärt eher kommen. Ich muß Euch sagen: Weislingen hat während seiner Gefangenschaft ihre Liebe gewo
Sickingen. Ist das so?
Götz. Wie ich sage.
Sickingen. Er hat ein doppeltes Band zerrissen. Wohl Euch, daß Ihr mit dem Verräter nicht näher verwandt worden.
Götz. Sie sitzt, das arme Mädchen, verjammert und verbetet ihr Leben.
Sickingen. Wir wollen sie singen machen.
Götz. Wie! Entschließet Ihr Euch, eine Verlaßne zu heiraten?
Sickingen. Es macht euch beiden Ehre, von ihm betrogen worden zu sein. Soll darum das arme Mädchen in ein Kloster gehn, weil der erste Ma
Götz. Ich sage Euch, sie war nicht gleichgültig gegen ihn.
Sickingen. Traust du mir nicht zu, daß ich den Schatten eines Elenden sollte verjagen kö
Lager der Reichsexekution
Hauptma
Hauptma
Erster Offizier. Freilich! Und er wird sich wehren wie ein wildes Schwein. Überhaupt hat er uns sein Lebelang nichts zuleid getan, und jeder wird's von sich schieben, Kaiser und Reich zu Gefallen Arm und Bein daranzusetzen.
Zweiter Offizier. Es wäre eine Schande, we
Erster Offizier. Faßt ihn nur nicht mit Zähnen, er möchte Euch die Ki
Zweiter Offizier. Wollen sehn.
Hauptma
Zweiter Offizier. Laßt mich ihn führen.
Hauptma
Zweiter Offizier. Ich hab einen Knecht, der hier geboren und erzogen ist.
Hauptma
Jagsthausen
Sickingen.
Sickingen. Es geht alles nach Wunsch; sie war etwas bestürzt über meinen Antrag und sah mich vom Kopf bis auf die Füße an; ich wette, sie verglich mich mit ihrem Weißfisch. Gott sei Dank, daß ich mich stellen darf. Sie antwortete wenig und durcheinander; desto besser! Es mag eine Zeit kochen. Bei Mädchen, die durch Liebesunglück gebeizt sind, wird ein Heiratsvorschlag bald gar.
(Götz kommt.)
Sickingen. Was bringt Ihr, Schwager?
Götz. In die Acht erklärt!
Sickingen. Was?
Götz. Da lest den erbaulichen Brief. Der Kaiser hat Exekution gegen mich verordnet, die mein Fleisch den Vögeln unter dem Himmel und den Tieren auf dem Felde zu fressen vorschneiden soll.
Sickingen. Erst sollen sie dran. Just zur gelegenen Zeit bin ich hier.
Götz. Nein, Sickingen, Ihr sollt fort. Eure großen Anschläge kö
Sickingen. Doch ka
Götz. Gut. Ich hab schon Georgen nach dem Selbitz geschickt, und meine Knechte in der Nachbarschaft herum. Lieber Schwager, we
Sickingen. Ihr werdet gegen die Menge wenig sein.
Götz. Ein Wolf ist einer ganzen Herde Schafe zu viel.
Sickingen. We
Götz. Sorg du. Es sind lauter Mietlinge. Und da