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Alceste.
Merkt auf und fragt Eure Frau drüber.
Admet.
Ein junger, ganz glücklicher, wohlbehaglicher Fürst, der von seinem Vater Reich und Erbe und Herde und Güter empfangen hatte und dri
Alceste.
Ihr habt eine und begreift das nicht. Ich wollte das dem schwarzaugigen jungen Ding dort begreiflich machen. Schöne Kleine, willst du ein Wort hören?
Das Mädchen.
Was verlangt Ihr?
Alceste.
Du hattest einen Liebhaber.
Mädchen.
Ach ja!
Alceste.
Und liebtest ihn von Herzen, so daß du in mancher guten Stunde Beruf fühltest,für ihn zu sterben?
Mädchen.
Ach, und ich bin um ihn gestorben. Ein feindseliges Schicksal tre
Alceste.
Da habt Ihr Eure Alceste, Wieland. Nun sage mir, liebe Kleine, du hattest Eltern, die sich zärtlich liebten?
Mädchen.
Gegen unsre Liebe war's kein Schatten. Aber sie ehrten einander von Herzen.
Alceste.
Glaubst du wohl, we
Mädchen.
Ganz gewiß.
Alceste.
Und wechselsweise, Wieland, eben so, da habt Ihr Euripides' Alceste.
Admet.
Die Eurige wäre de
Wieland.
Laßt mich, ihr seid widersi
Euripides.
Erst höre mich noch ein paar Worte.
Wieland.
Mach's kurz.
Euripides.
Keine fünf Briefe, aber Stoff dazu. Das, worauf Ihr Euch so viel zugute tut, ein Theaterstück so zu lenken und zu runden, daß es sich sehen lassen darf, ist ein Talent, ja, aber ein sehr geringes.
Wieland.
Ihr ke
Euripides.
Du hast ja genug davon vorgeprahlt, das alles, we
Wieland.
Ihr werdet mich das nicht überreden.
Euripides.
So genieße deines Ruhms unter den Deinigen und laß uns in Ruh.
Admet.
Begib dir zur Gelassenheit, Euripides! Die Stellen, an denen er deiner spottet, sind so viel Flecken, mit denen er sein eigen Gewand beschmitzt. Wär er klug und er kö
Euripides.
Nichts gefühlt bei meinem Prolog, der ein Meisterstück ist. Ich darf wohl von meiner Arbeit so reden, tust du's ja. Du fühlst nichts, da du in den gastoffnen Hof Admetens trittst?
Alceste.
Er hat keinen Si
Euripides.
Und auf der Schwelle begegnet dir Apollo, die freundliche Gottheit des Hauses, die, ganz voll Liebe zum Admet, ihn erst dem Tod entreißt und nun, o Jammer! sein bestes Weib für ihn dahingegeben sieht. Er ka
Alceste.
Bist du nicht ganz entrückt gewesen in die Phantasie der Menschen, die aus ihrer Väter Munde vernommen hatten von einem so wundertätigen Ma
Euripides.
Und da er nun kommt, nun Herkules auftritt und ruft: Sie ist tot! tot! hast sie weggeführt, schwarze gräßliche Geleiterin zum Orkus, hast mit deinem verzehrenden Schwerte abgeweihet ihre Haare. Ich bin Jupiters Sohn und traue mir Kraft zu über dich. An dem Grabe will ich dir auflauschen, wo du das Blut trinkst der abgeschlachteten Totenopfer, fassen will ich dich, Todesgöttin, umknüpfen mit meinen Armen, die kein Sterblicher und kein Unsterblicher löset, und du sollst mir herausgeben das Weib, Admetens liebes Weib, oder ich bin nicht Jupiters Sohn.
Herkules tritt auf.
Was redt ihr von Jupiters Sohn? Ich bin Jupiters Sohn.
Admet.
Haben wir dich in deinem Rauschschläfchen gestört?
Herkules.
Was soll der Lärm?
Alceste.
Ei, da ist der Wieland.
Herkules.
Ei wo?
Admet.
Da steht er.
Herkules.
Der! Nun, der ist klein genug. Hab ich mir ihn doch so vorgestellt. Seid Ihr der Ma
Wieland.
Ich habe nichts mit Euch zu schaffen, Koloß.
Herkules.
Bin ich dir als Zwerg erschienen?
Wieland.
Als wohlgestalter Ma
Herkules.
Mittlerer Größe! Ich!
Wieland.
We
Herkules.
Es ist mein Name, und auf den bin ich stolz. Ich weiß wohl, we
Wieland.
Ich gestehe, das ist der erste Traum, den ich so habe.