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— Sie sagte das! O Wilhelm, wer ka
«Lotte?«rief ich aus, indem ich mich vor sie hinwarf, ihre Hand nahm und mit tausend Tränen netzte, «Lotte! Der Segen Gottes ruht über dir und der Geist deiner Mutter?««We
Nie war ein größeres, stolzeres Wort über mich ausgesprochen worden — und sie fuhr fort:»und diese Frau mußte in der Blüte ihrer Jahre dahin, da ihr jüngster Sohn nicht sechs Monate alt war! Ihre Krankheit dauerte nicht lange; sie war ruhig, hingegeben, nur ihre Kinder taten ihr weh, besonders das kleine. Wie es gegen das Ende ging und sie zu mir sagte:» bringe mir sie herauf?«und wie ich sie hereinführte, die kleinen, die nicht wußten, und die ältesten, die ohne Si
Albert, du warst im Zimmer. Sie hörte jemand gehn und fragte und forderte dich zu sich, und wie sie dich ansah und mich, mit dem getrösteten, ruhigen Blicke, daß wir glücklich sein, zusammen glücklich sein würden«. — Albert fiel ihr um den Hals und küßte sie und rief:» wir sind es! Wir werden es sein?«— der ruhige Albert war ganz aus seiner Fassung, und ich wußte nichts von mir selber.»Werther«, fing sie an, «und diese Frau sollte dahin sein! Gott! We
Zweites Buch
Am 20. Oktober 1771
Gestern sind wir hier angelangt. Der Gesandte ist unpaß und wird sich also einige Tage einhalten. We
Geduld! Geduld! Es wird besser werden. De
Dagegen, we
Am 26. November
Ich fange an, mich insofern ganz leidlich hier zu befinden. Das beste ist, daß es zu tun genug gibt; und da
Am 24. Dezember
Der Gesandte macht mir viel Verdruß, ich habe es vorausgesehn. Er ist der pünktlichste Narr, den es nur geben ka
Das Vertrauen des Grafen von C… ist noch das einzige, was mich schadlos hält. Er sagte mir letzthin ganz aufrichtig, wie unzufrieden er mit der Langsamkeit und Bedenklichkeit meines Gesandten sei«. Die Leute erschweren es sich und andern. Doch«, sagte er, «man muß sich darein resignieren wie ein Reisender, der über einen Berg muß; freilich, wäre der Berg nicht da, so wär der Weg viel bequemer und kürzer; er ist nun aber da, und man soll hinüber?»