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So lernte er sprechen. Mit Wörtern, die keinen riechenden Gegenstand bezeichneten, mit abstrakten Begriffen also, vor allem ethischer und moralischer Natur, hatte er die größten Schwierigkeiten. Er ko
Andrerseits hätte die gängige Sprache schon bald nicht mehr ausgereicht, all jene Dinge zu bezeichnen, die er als olfaktorische Begriffe in sich versammelt hatte. Bald roch er nicht mehr bloß Holz, sondern Holzsorten, Ahornholz, Eichenholz, Kiefernholz, Ulmenholz, Birnbaumholz, altes, junges, morsches, modriges, moosiges Holz, ja sogar einzelne Holzscheite, Holzsplitter und Holzbrösel – und roch sie als so deutlich unterschiedene Gegenstände, wie andre Leute sie nicht mit Augen hätten unterscheiden kö
Mit sechs Jahren hatte er seine Umgebung olfaktorisch vollständig erfasst. Es gab im Hause der Madame Gaillard keinen Gegenstand, in der nördlichen Rue de Charo
Nach außen hin wurde er immer verschlossener. Am liebsten streifte er allein durch den nördlichen Faubourg Saint-Antoine, durch Gemüsegärten, Weinfelder, über Wiesen. Manchmal kehrte er abends nicht nach Hause zurück, blieb tagelang verschollen. Die fällige Züchtigung mit dem Stock ertrug er ohne Schmerzensäußerung. Hausarrest, Essensentzug, Strafarbeit ko
Madame Gaillard hingegen fiel auf, dass er bestimmte Fähigkeiten und Eigenheiten besaß, die sehr ungewöhnlich, um nicht zu sagen übernatürlich waren: So schien ihm die kindliche Angst vor der Dunkelheit und der Nacht völlig fremd zu sein. Man ko
In der Rue de la Mortellerie, nahe dem Fluss, ka