Добавить в цитаты Настройки чтения

Страница 7 из 156

Onkel Vernon ließ einen tiefen Seufzer vernehmen, der seinen ausladenden, buschigen Schnurrbart erzittern ließ, und nahm den Löffel zur Hand.

Jemand läutete an der Tür. Onkel Vernon wuchtete sich hoch und ging hinaus in den Flur. Während sich Tante Petunia am Teekessel zu schaffen machte, stibitzte Dudley blitzschnell Onkel Vernons restliche Grapefruit.

Harry hörte Stimmen an der Haustür, ein Lachen und eine barsche Entgegnung Onkel Vernons. Da

Tante Petunia stellte die Teeka

»Du«, blaffte er Harry an.»Ins Wohnzimmer. Sofort.«

Verdutzt und ohne die geringste Ahnung, was zum Teufel er diesmal wieder verbrochen haben sollte, erhob sich Harry und folgte Onkel Vernon ins Zimmer nebenan. Onkel Vernon schlug die Tür hinter ihnen zu.

»So«, sagte er, marschierte hinüber zum Kamin, wandte sich um und fixierte Harry, als wolle er ihn auf der Stelle verhaften.»So.«

Harry hätte am liebsten»Na was de

»Das hier ist gerade angekommen«, sagte Onkel Vernon. Er fuchtelte mit einem Blatt purpurroten Schreibpapiers in Harrys Richtung.»Ein Brief. Betrifft dich.«

Harry war nun tatsächlich verdutzt. Wer sollte seinetwegen an Onkel Vernon schreiben? Wen ka

Onkel Vernon starrte Harry zornig an, da

Liebe Mr und Mrs Dursley,

wir wurden einander nie vorgestellt, doch ich bin sicher, Sie haben von Harry eine Menge über meinen Sohn Ron gehört. Wie Harry Ihnen vielleicht gesagt hat, findet nächsten Montagabend das Finale der Quidditch-Weltmeisterschaft statt, und mein Ma

Ich hoffe doch, daß Sie uns gestatten, Harry mit zum Spiel zu nehmen, de

Am besten schickt Harry uns Ihre Antwort auf dem üblichen Wege, de

In der Hoffnung, Harry bald zu sehen, und mit freundlichen Grüßen Molly Weasley

PS: Ich hoffe doch, wir haben genug Marken draufgeklebt.

Onkel Vernon verstummte, schob die Hand in die Brusttasche und zog noch etwas hervor.

»Sieh dir das an«, knurrte er.

Er hob den Umschlag hoch, in dem Mrs Weasleys Brief gekommen war. Harry mußte sich einen Lachanfall verkneifen. Der Umschlag war über und über mit Briefmarken beklebt, mit Ausnahme eines kleinen Quadrats auf der Vorderseite, in das Mrs Weasley in Winzschrift die Adresse der Dursleys hineingekritzelt hatte.

»Na also, hat doch gereicht mit den Briefmarken«, sagte Harry, ganz so, als ob Mrs Weasleys Fehler jedem unterlaufen kö

»Der Briefträger war sehr interessiert«, sagte er mit zusammengebissenen Zähnen.»Wollte unbedingt wissen, wo dieser Brief herkommt. Deshalb hat er auch geläutet. Hielt es offenbar für komisch.«

Harry sagt nichts. Andere Menschen mochten nicht verstehen, warum Onkel Vernon einen solchen Aufstand wegen ein paar überzähliger Briefmarken machte, doch Harry lebte nun lange genug bei den Dursleys, um zu wissen, wie gereizt sie auf alles reagierten, was auch nur ein wenig neben der Spur lag. Ihre schlimmste Befürchtung war, jemand kö

Onkel Vernen starrte Harry immer noch zornfunkelnd an, während Harry versuchte eine arglose Miene aufzusetzen. We

»Und – darf ich gehen?«, sagte er.

Ein flüchtiges Zucken huschte über Onkel Vernons breites, purpurnes Gesicht. Der Schnurrbart sträubte sich. Harry glaubte zu wissen, was hinter dem Schnurrbart vor sich ging: ein erbitterter Kampf zwischen zwei der stärksten Antriebe Onkel Vernons. We

»Wer ist diese Frau?«, fragte er und starrte voller Abscheu auf die Unterschrift.

»Du hast sie schon mal gesehen«, sagte Harry.»Sie ist die Mutter meines Freundes Ron, sie hat ihn zu Ferienbegi

Fast hätte er»Hogwarts-Express«gesagt und damit Onkel Vernon sicher zur Weißglut gereizt. Im Haus der Dursleys wurde der Name von Harrys Schule niemals laut ausgesprochen.

Onkel Vernon verzog sein riesiges Gesicht zu einer Grimasse, als ob er versuchte sich an etwas sehr Unangenehmes zu eri

»So ein plumper Typ von Frau?«, knurrte er schließlich.»Und 'ne Menge Kinder mit roten Haaren?«

Harry runzelte die Stirn. Es war schon ein starkes Stück von Onkel Vernon, jemanden»plump«zu ne

Onkel Vernon überflog abermals den Brief.»Quidditch«, murmelte er in seinen Schnurrbart.»Quidditch – was ist das für ein Blödsi

»Was heißt, ›auf dem üblichen Wege‹?«, fauchte er.»Üblich für uns«, sagte Harry, und bevor sein Onkel ihn aufhalten ko

Onkel Vernon sah so empört aus, als hätte Harry gerade ein abscheuliches Schimpfwort ausgesprochen. Zitternd vor Zorn warf er einen nervösen Blick durchs Fenster, als fürchtete er, einer der Nachbarn hätte das Ohr an die Scheibe gedrückt.

»Wie oft muß ich dir noch sagen, daß du diese Abartigkeit unter meinem Dach nicht erwähnen sollst?«, zischte er, das Gesicht von der Farbe einer reifen Pflaume.»Da stehst du, in den Kleidern, die Tante Petunia und ich in deine undankbaren Hände gelegt haben -«

»Erst nachdem Dudley sie abgetragen hatte«, sagte Harry kühl, und tatsächlich trug er ein Sweatshirt, bei dem er die Ärmel fünfmal zurückschlagen mußte, um überhaupt seine Hände gebrauchen zu kö

»So sprichst du nicht mit mir!«, sagte Onkel Vernon bebend vor Wut.

Doch diesmal gab Harry nicht klein bei. Vorbei war die Zeit, da er gezwungen wurde, jede einzelne der bescheuerten Vorschriften der Dursleys zu befolgen. Er hielt sich nicht an Dudleys Diät, und er würde es nicht hi