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Die Doppelstunde Zaubertränke war immer ein schreckliches Erlebnis, doch jetzt war es die reine Folter. Anderthalb Stunden lang mit Snape und den Slytherins in einen Kerker

gesperrt zu sein, die alle entschlossen schienen, Harry so schwer wie möglich zu bestrafen, weil er es gewagt hatte, Schul-Champion zu werden, das war so ziemlich das Unangenehmste, was Harry sich vorstellen ko

Als er nach dem Mittagessen mit Hermine vor Snapes Kerker ankam, warteten die Slytherins bereits an der Tür, und ausnahmslos alle trugen große Anstecker an den Umhängen. Einen überdrehten Moment lang dachte Harry, es seien B.ELFE.R-Anstecker – da

Ich bin für CEDRIC DIGGORY -

den WAHREN Hogwarts-Champion!

»Gefällt's dir, Potter?«, sagte Malfoy laut, als Harry näher trat.»Und das ist nicht alles – sieh mal!«

Er drückte mit dem Finger auf den Anstecker, die Schrift verschwand und da

POTTER STINKT

Die Slytherins brüllten vor Lachen. Nun drückten auch die anderen auf ihre Anstecker und schließlich leuchtete im ganzen Umkreis die Botschaft POTTER STINKT. Harry spürte, wie Hitze in ihm aufwallte und in Hals und Gesicht stieg.

»Unglaublich witzig«, sagte Hermine trocken zu Pansy Parkinson und ihrer Bande Slytherin-Mädchen, die sich besonders amüsierten,»wirklich sehr einfallsreich.«

Ron stand mit Dean und Seamus an der Wand. Er lachte nicht, doch er sprang Harry auch nicht bei.

»Willst du einen, Granger?«, sagte Malfoy und hielt ihr einen Anstecker hin.»Ich hab sie kistenweise. Aber berühr bloß nicht meine Hand. Ich hab sie gerade gewaschen und ich will nicht, daß eine Schlammblüterin sie einschleimt.«

Es war, als ob der Zorn, den Harry nun seit Tagen mit sich herumtrug, einen Damm in seiner Brust durchbrach. Er hatte seinen Zauberstab in der Hand, bevor er recht wußte, was er tat. Einige Umstehende stürzten sofort in den Kellergang davon.

»Harry!«, warnte ihn Hermine.

»Jetzt mach schon, Potter«, sagte Malfoy leise und zog ebenfalls seinen Zauberstab.»Moody ist nicht hier, um dich auf den Schoß zu nehmen – tu's doch, we

Den Bruchteil einer Sekunde lang sahen sie sich in die Augen, und da

»Furnunculus!«, rief Harry.

»Densaugeo!«, schrie Malfoy.

Lichtblitze schössen aus beiden Zauberstäben, trafen sich in der Luft und schleuderten sich aus der Bahn – Harrys Blitzstrahl traf Goyle im Gesicht, der Malfoys traf Hermine. Goyle jaulte auf und schlug die Hände auf seine Nase, wo große, häßliche Blasen aufquollen – Hermine, panisch wimmernd, preßte die Hände auf den Mund.

»Hermine!«Ron stürmte herbei, um zu sehen, was ihr passiert war.

Harry wandte sich um und sah, wie Ron Hermines Hände von ihrem Gesicht zog. Es war kein schöner Anblick. Hermines Vorderzähne – ohnehin schon überdurchschnittlich lang – wuchsen mit alarmierender Geschwindigkeit; mehr und mehr nahm sie das Aussehen eines Bibers an und ihre Zähne wuchsen weiter, über ihre Unterlippe hinaus, auf ihr Ki

»Was soll dieser Krach hier?«, sagte eine leise, eiskalte Stimme. Snape war gekommen.

Die Slytherins redeten laut durcheinander, um ihre Sicht der Dinge loszuwerden. Snape deutete mit einem langen gelben Finger auf Malfoy und sagte:»Erkläre.«

»Potter hat mich angegriffen, Sir -«

»Wir haben uns gleichzeitig angegriffen!«, rief Harry.

»- und er hat Goyle getroffen – sehen Sie -«

Snape musterte Goyles Gesicht, das nun nach etwas aussah, das in ein Buch über Giftpilze gehörte.

»Krankenflügel, Goyle«, sagte Snape ruhig.

»Malfoy hat Hermine getroffen!«, sagte Ron.»Sehen Sie!«

Er zwang Hermine, Snape ihre Zähne zu zeigen – sie tat ihr Bestes, um sie mit den Händen zu verbergen, was jedoch schwierig war, de

Snape sah Hermine kalt an, da

Hermine ließ ein Wimmern hören; ihre Augen füllten sich mit Tränen, sie drehte sich auf den Fersen um und ra

Vielleicht war es ein Glück, daß Harry und Ron gleichzeitig bega

»Schauen wir mal«, sagte er, ölig wie noch nie.»Fünfzig Punkte Abzug für Gryffindor und Nachsitzen für Potter und Weasley. Jetzt aber rein oder ihr bleibt eine Woche im Keller.«

In Harrys Ohren rauschte es. So ungerecht war das alles, daß er Snape am liebsten in tausend schleimige Stücke zerflucht hätte. Er ging an Snape vorbei und an Rons Seite in den hinteren Teil des Kerkers, wo er seine Tasche auf einen Tisch knallte. Auch Ron bebte vor Zorn – einen Moment lang hatte Harry das Gefühl, alles sei wieder wie früher, doch da

Harry saß da und starrte Snape an, der zu reden bego

»Gegengifte!«, sagte Snape und sah sie mit bedrohlich funkelnden kalten schwarzen Augen an.»Ihr solltet inzwischen eure Rezepte vorbereitet haben. Ihr werdet jetzt mit aller Sorgfalt eure Tinkturen zubereiten, und da

Snape suchte Harrys Blick, und Harry wußte genau, was ihm bevorstand. Snape würde ihn vergiften. Harry sah sich schon seinen Kessel packen, nach vorn spurten und ihn über Snapes fettigen Kopf stülpen -

Und da

Es war Colin Creevey; er streckte den Kopf durch den Türspalt, strahlte in Harrys Richtung und ging nach vorn zu Snapes Tisch.

»Ja?«, sagte Snape schroff.

»Bitte, Sir, ich soll Harry Potter nach oben bringen.«

Snape sah an seiner Hake

»Potter hat hier noch eine Stunde Zaubertränke abzusitzen«, sagte Snape kalt.»Er wird nach oben kommen, we

Colin lief rosa an.

»Sir – Sir, Mr Bagman will ihn sprechen«, sagte er aufgeregt.»Alle Champions müssen kommen, ich glaube, sie wollen Fotos von ihnen machen…«

Harry hätte alles gegeben, was er besaß, we

»Von mir aus«, fauchte Snape.»Potter, laß deine Sachen hier, du kommst so schnell wie möglich zurück, ich will dein Gegengift testen.«

»Bitte, Sir, er muß seine Sachen mitnehmen«, piepste Colin.»Alle Champions -«

»Schon gut!«, blaffte Snape.»Potter, nimm deine Tasche und verschwinde hier!«

Harry warf sich die Tasche über die Schulter, stand auf und ging eilig auf die Tür zu. Als er zwischen den Tischen der Slytherins hindurchging, blinkte ihn von allen Seiten POTTER STINKT an.