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Endlich kehrten die goldenen Teller in ihren ursprünglichen makellosen Zustand zurück; der Lärm in der Halle schwoll rasch an und erstarb da

»Nun, der Kelch ist gleich bereit, seine Entscheidung zu fällen«, sagte Dumbledore.»Ich schätze, er braucht noch eine Minute. We

Er zückte den Zauberstab und schwang ihn ausladend durch die Luft; sofort erloschen alle Kerzen, nur in den geschnitzten Kürbissen flackerten sie noch, so daß nun alles im Halbdunkel lag. Der Feuerkelch leuchtete jetzt heller als alles andere in der Halle, das gleißende, blauweiß funkelnde Licht der Flammen stach sogar ein wenig in die Augen. Alle starrten auf den Kelch und warteten… hie und da blickte jemand auf die Uhr…

»Gleich geht's los«, flüsterte Lee Jordan zwei Plätze neben Harry.

Die Flammen im Kelch färbten sich plötzlich wieder rot. Funken sprühten aus der Glut. Im nächsten Augenblick schoß eine Flammenzunge in die Luft, ein verkohltes Stück Pergament flatterte heraus – und die ganze Halle hielt den Atem an.

Dumbledore fing das Pergament auf und hielt es mit gestrecktem Arm von sich, damit er es im Licht des Feuers lesen ko

»Der Champion für Durmstrang«, las er mit klarer und kräftiger Stimme,»ist Viktor Krum.«

»Keine Überraschung!«, rief Ron, während Beifall und Jubel durch die Halle wogten. Harry sah Viktor Krum vom Slytherin-Tisch aufstehen und zu Dumbledore hochschlurfen; er wandte sich nach rechts, ging am Lehrertisch vorbei und verschwand durch die Tür in der Kammer dahinter.

»Bravo, Viktor!«, polterte Karkaroff so laut, daß er den Beifall übertönte.»Wußte doch, du hast es in den Knochen!«

Das Plappern und Schnattern erstarb. Nun richteten sich alle Augen wieder auf den Kelch, dessen Flammen sich sogleich wieder rot färbten. Ein zweites Pergament flog, hochgeschleudert von der Hitze, aus der Glut.

»Champion für Beauxbatons«, sagte Dumbledore,»ist Fleur Delacour!«

»Das ist sie, Ron!«, rief Harry, als das Mädchen, das einer Veela so ähnlich sah, sich anmutig erhob, seinen silbrig blonden Haarschopf zurückwarf und zwischen den Tischen der Ravenclaws und Hufflepuffs hindurchglitt.

»Oh, schau mal, die sind alle enttäuscht«, rief Hermine durch den Lärm und nickte zu den anderen Beauxbatons hinüber.»Enttäuscht«war ein wenig untertrieben, fand Harry. Zwei der Mädchen, die es nicht geschafft hatten, zerflossen in Tränen und vergruben schluchzend die Köpfe in den Händen.

Als auch Fleur Delacour in der Kammer verschwunden war, legte sich erneut Stille über die Halle, doch diesmal war es eine Stille, die so starr vor Anspa

Und das Feuer des Kelches färbte sich wiederum rot; Funken sprühten aus der Glut; eine Flamme züngelte hoch und aus ihrer Spitze zog Dumbledore das dritte Stück Pergament.

»Der Hogwarts-Champion«, rief er,»ist Cedric Diggory!«

»Nein!«, sagte Ron laut, doch keiner außer Harry hörte ihn; der Tumult am Nachbartisch war zu gewaltig. Ausnahmslos alle Hufflepuffs waren aufgesprungen, schrien und stampften mit den Füßen, während Cedric mit breitem Grinsen an ihnen vorbei auf die Kammer hinter dem Lehrertisch zuging. Tatsächlich hielt der Beifall für Cedric so lange an, daß Dumbledore einige Zeit brauchte, um sich wieder Gehör zu verschaffen.

»Bestens!«, rief Dumbledore glücklich, als der Aufruhr sich endlich legte.

»Schön, wir haben nun drei Champions. Ich bin sicher, ich ka

Doch Dumbledore verstummte plötzlich und es entging keinem, was ihn ablenkte.

Das Feuer des Kelches hatte sich abermals rot verfärbt. Eine lange Flamme schoß jäh in die Höhe und mit sich trug sie wiederum ein Pergament. Wie in Trance, so schien es, streckte Dumbledore seinen langen Arm aus und griff nach dem Blatt. Er hielt es von sich und las stumm den Namen, der daraufgeschrieben stand. Eine lange Pause trat ein, während deren Dumbledore auf das Blatt in seiner Hand starrte und alle anderen Dumbledore anstarrten. Und da

»Harry Potter.«

Die vier Champions

Harry saß da und wußte genau, daß jedes Augenpaar in der Großen Halle auf ihn gerichtet war. Er war geschockt. Er war gelähmt. Er mußte träumen. Er hatte nicht richtig gehört.

Niemand klatschte. Plötzlich kam ein Summen wie von einem Schwärm wütender Bienen in der Halle auf und wurde immer lauter; einige standen auf, um Harry besser sehen zu kö

Oben am Lehrertisch war Professor McGonagall aufgestanden und an Ludo Bagman und Professor Karkaroff vorbei zu Professor Dumbledore gerauscht, der ihr mit leichtem Stirnrunzeln das Ohr zuneigte.

Harry wandte sich zu Ron und Hermine um; hinter ihnen saßen die anderen Gryffindors in langer Reihe an der Tafel und starrten ihn mit offenen Mündern an.

»Ich hab meinen Namen nicht eingeworfen«, sagte Harry fassungslos.»Das wißt ihr doch.«

Die beiden sahen ihn nicht minder fassungslos an.

Am Lehrertisch nickte Professor Dumbledore seiner Kollegin zu und stand da

»Harry Potter!«, rief er.»Harry! Nach oben, we

»Geh schon«, flüsterte Hermine und versetzte Harry einen kleinen Schubs.

Harry stand auf, verhedderte sich im Saum seines Umhangs und geriet kurz ins Stolpern. Der Weg zwischen den Tischen der Gryffindors und Hufflepuffs hindurch kam ihm vor wie ein ungeheuer langer Marsch; der Lehrertisch wollte und wollte nicht näher kommen und ihm war, als würden ihm die vielen hundert Augen wie Suchscheinwerfer Schritt für Schritt folgen. Das Summen schwoll weiter an. Da

»Nun… durch die Tür, Harry«, sagte Dumbledore. Er lächelte nicht.

Harry ging am Lehrertisch entlang. Ganz am Ende saß Hagrid. Er zwinkerte Harry nicht zu, winkte auch nicht und hob auch nicht wie sonst immer die Hand zum Gruß. Er sah vollkommen verdattert aus und starrte, wie all die anderen auch, den vorbeigehenden Harry an. Harry ging durch die Tür und befand sich nun in einem kleineren Raum, an dessen Wänden Gemälde von Hexen und Zauberern hingen. Ein stattliches Feuer prasselte hinten im Kamin.

Kaum war er eingetreten, wandten sich ihm die Gesichter auf den Gemälden zu. Eine verhutzelte Hexe huschte aus ihrem Bilderrahmen, tauchte im nächsten, bei einem Zauberer mit Walroßschnurrbart, wieder auf und bega

Viktor Kram, Cedric Diggory und Fleur Delacour saßen am Kamin. Vor dem flackernden Feuer wirkten ihre Profile ungewöhnlich beeindruckend. Kram, ein wenig abseits von den anderen, lehnte in sich versunken an der Kamineinfassung. Cedric hatte die Hände auf dem Rücken verschränkt und stierte ins Feuer. Fleur Delacour wandte sich um, als Harry eintrat, und warf mit einer raschen Kopfbewegung ihr langes üppiges Silberhaar in den Nacken.

»Was ist los?«, sagte sie.»Sollen wir zurück in die 'alle?«