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Harry spürte, wie er rot anlief, als Moodys Augen (diesmal beide) in die seinen blickten. Auch die Blicke aller anderen spürte er im Nacken. Harry starrte die leere Tafel an, als ob sie besonders spa
So also waren seine Eltern gestorben… genau wie diese Spi
Seit drei Jahren schon stellte sich Harry den Tod seiner Eltern immer wieder vor, seit er herausgefunden hatte, daß sie ermordet worden waren, und wußte, was in jener Nacht geschehen war: daß Wurmschwanz das Versteck seiner Eltern an Voldemort verraten hatte, der sie daraufhin in dem Haus aufgespürt hatte. Daß Voldemort zuerst Harrys Vater getötet hatte. Daß James Potter versucht hatte, ihn aufzuhalten, und seiner Frau zugerufen hatte, Harry an sich zu reißen und zu fliehen… doch Voldemort war auf Lily Potter zugegangen und hatte ihr befohlen, beiseite zu treten, damit er Harry töten ko
Harry ka
Moody bega
»Avada Kedavra ist ein Fluch, hinter dem ein mächtiges Stück Magie stehen muß – ihr kö
We
»Nun… diese drei Flüche – Avada Kedavra, Imperius und Cruciatus – ne
Den Rest der Stunde verbrachten sie damit, sich zu jedem der Unverzeihlichen Flüche Notizen zu machen. Keiner sprach, bis es läutete – doch als Moody sie entlassen hatte und sie draußen vor dem Klassenzimmer standen, brach ein Schwall von Worten aus ihnen heraus. Die meisten redeten mit ängstlicher Stimme über die Flüche -»Hast du gesehen, wie sie gezuckt hat?«-»… und da
Sie sprachen über die Stunde, fand Harry, als ob sie eine atemberaubende Show gewesen wäre, doch er hatte sie nicht besonders unterhaltsam gefunden – und wie es schien, auch Hermine nicht.
»Beeilt euch«, sagte sie in angespa
»Nicht schon wieder die blöde Bibliothek?«, sagte Ron.
»Nein«, sagte Hermine schroff und deutete in einen Seitengang.»Neville.«
Neville stand allein in der Mitte des Ganges und starrte auf die steinerne Wand gegenüber – mit denselben weit aufgerissenen, grauenerfüllten Augen wie vorhin, als Moody den Cruciatus-Fluch gezeigt hatte.
»Neville?«, sagte Hermine mit sanfter Stimme.
Neville wandte sich um.
»Oh, hallo«, sagte er mit ungewöhnlich hoher Stimme.»Interessante Stunde, nicht wahr? Bin gespa
»Neville, geht's dir gut?«, fragte Hermine.
»O ja, mir geht's blendend«, plapperte Neville immer noch mit u
Ron warf Harry einen verdutzten Blick zu.
»Neville… was -?«
Doch ein merkwürdig dumpfes Pochen ertönte hinter ihnen, sie wandten sich um und sahen Professor Moody auf sie zu hinken. Alle vier verstummten und sahen ihn beklommen an, doch so leise und sanft wie jetzt hatten sie ihn noch nicht sprechen gehört.
»Ist schon gut, Kleiner«, sagte er zu Neville.»Willst du nicht kurz mit mir hoch ins Büro kommen? Keine Sorge… wir trinken zusammen ein Täßchen Tee…«
Die Aussicht auf eine Tasse Tee mit Moody schien Neville noch mehr Angst einzujagen. Er blieb stumm und rührte sich nicht vom Fleck.
Moody ließ sein magisches Auge auf Harry ruhen.»Dir geht's gut, nicht wahr, Potter?«
»Ja«, sagte Harry, fast herausfordernd.
Moodys blaues Auge zitterte leicht in seiner Höhle, während er Harry mit prüfendem Blick ansah.
»Du mußt es erfahren«, sagte er schließlich.»Es kommt dir vielleicht hart vor, aber du mußt es erfahren. Hat keinen Si
Neville warf den drei Freunden einen flehenden Blick zu, doch sie sagten kein Wort, und so hatte er keine Wahl, als sich, eine von Moodys knöchernen Händen auf der Schulter, mit sanfter Gewalt fortführen zu lassen.
»Was sollte das jetzt wieder?«, sagte Ron, als Neville und Moody um die Ecke verschwunden waren.
»Keine Ahnung«, sagte Hermine mit nachdenklicher Miene.
»Bestimmt 'ne Lektion für uns, oder?«, sagte Ron zu Harry auf dem Weg zur Großen Halle.»Fred und George hatten Recht, siehst du? Er ke
Doch Ron verstummte, als er den Ausdruck auf Harrys Gesicht sah, und sprach erst wieder, als sie in die Große Halle gelangten, wo er vorschlug, am Abend schon mal mit den Voraussagen für Professor Trelawney anzufangen, da sie sicher Stunden dafür brauchen würden.
Hermine hielt sich aus dem Gespräch zwischen Harry und Ron heraus, putzte in aller Hast ihren Teller leer und stürzte da
»Würden Moody und Dumbledore nicht Schwierigkeiten mit dem Ministerium kriegen, we
»Jaah, ziemlich sicher«, sagte Ron.»Aber Dumbledore hat immer seinen eigenen Kopf durchgesetzt, und Moody hat, glaube ich, schon seit Jahren Schwierigkeiten mit denen. Greift erst an und stellt da
Die fette Dame klappte zur Seite und gab das Eingangsloch frei, und sie kletterten in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors, der heute Abend überfüllt und lärmig war.
»Also, wie war's mit dem Wahrsagekram?«, sagte Harry.
»Muß wohl sein«, stöhnte Ron.
Sie gingen hoch in den Schlafsaal, um ihre Bücher und Karten zu holen, und fanden dort Neville allein auf dem Bett sitzend und lesend. Er sah um einiges ruhiger aus als nach Moodys Unterricht, we
»Geht's dir gut, Neville?«, fragte Harry.
»Ja, ja«, sagte Neville,»mir geht's gut, danke. Ich lese gerade dieses Buch, das mir Professor Moody geliehen hat…«