Добавить в цитаты Настройки чтения

Страница 21 из 156

Harry wandte sich mit Mühe von der Tafel ab, um nachzusehen, wer mit ihnen zusammen in der Loge saß. Noch war niemand da, nur ein winziges Geschöpf hockte auf dem zweitletzten Platz am Ende der hinteren Reihe. Das Wesen, mit so kurzen Beinen, daß sie steif aus dem Sitzpolster ragten, trug ein Geschirrtuch wie eine Toga um den Körper geschlungen und hatte das Gesicht in den Händen verborgen. Doch diese langen, fledermausähnlichen Ohren kamen ihm merkwürdig beka

»Dobby?«, sagte Harry ungläubig.

Das kleine Wesen sah auf und spreizte die Finger, durch die hindurch Harry riesige braune Augen und eine Nase von genau der Form und der Größe einer Tomate erke

»Haben Sie mich gerade Dobby gena

»Verzeihung«, sagte Harry,»ich habe dich eben mit jemand verwechselt, den ich ke

»Aber ke

»Ja, der bin ich«, sagte Harry.

»Aber Dobby spricht immer und immer von Ihnen, Sir!«, sagte sie und ließ von Ehrfurcht ergriffen die Hände sinken.

»Wie geht es ihm?«, fragte Harry.»Wie bekommt ihm die Freiheit?«

»Aaah, Sir«, sagte Winky kopfschüttelnd,»aah, Sir, bei aller Wertschätzung, Sir, aber 's ist nicht sicher, ob Sie Dobby einen Gefallen getan haben, Sir, als Sie ihn befreit haben.«

»Warum?«, sagte Harry bestürzt.»Was fehlt ihm de

»Die Freiheit steigt Dobby zu Kopf, Sir«, sagte Winky traurig.»Hat zu hohe Ansprüche, Sir. Findet keine Stelle, Sir.«

»Warum nicht?«, fragte Harry.

Winky senkte die Stimme um eine halbe Oktave und flüsterte:»Er will für seine Arbeit bezahlt werden, Sir.«

»Bezahlt?«, sagte Harry verdutzt.»Warum – warum sollte er nicht bezahlt werden?«

Winky schien diese Vorstellung geradezu Entsetzen einzujagen, und ihre Finger schlössen sich wieder, so daß ihr Gesicht nun halb verborgen war.

»Hauselfen werden nicht bezahlt, Sir!«, sagte sie mit ersticktem Piepsen.»Nein, nein, nein. Ich sag zu Dobby, sag ich, such dir 'ne nette Familie und bleib dort, Dobby. Will jetzt auf einmal das süße Leben genießen, Sir, und das bekommt einem Hauselfen nicht gut. Du treibst dich überall rum, Dobby, sag ich, und am Ende wirst du noch ins Amt zur Führung und Aufsicht Magischer Geschöpfe zitiert, wie ein dahergelaufener Kobold.«

»Nun, es wird allmählich Zeit, daß er ein wenig Spaß hat«, sagte Harry.

»Hauselfen sollten keinen Spaß haben, Harry Potter«,stieß Winky energisch hinter der Hand hervor.»Hauselfen tun, was man ihnen befiehlt. So weit oben mag ich gar nicht sitzen, Harry Potter -«, sie warf einen Blick zur Brüstung der Loge und würgte,»- aber mein Meister schickt mich zur Ehrenloge, und ich gehe, Sir.«

»Warum hat er dich hier hochgeschickt, we

»Meister – Meister will, daß ich ihm einen Platz besetze, Harry Potter, er hat so viel zu tun«, sagte Winky und nickte zu dem freien Platz neben sich.»Winky würde am liebsten wieder im Zelt vom Meister sein, Harry Potter, aber Winky tut, was man ihr befiehlt, Winky ist eine gute Hauselfe.«

Sie warf einen weiteren furchtsamen Blick zur Brüstung und verbarg da

»Das ist also eine Hauselfe?«, murmelte Ron.»Komische Kreaturen, oder?«

»Dobby war noch komischer«, sagte Harry trocken.

Ron zog sein Omniglas hervor und spähte hinunter in die Menge auf der anderen Seite des Stadions.

»Abgefahren!«, rief er und drehte am Wiederholungsknopf.»Ich ka

Hermine blätterte unterdessen eifrig durch ihr samtgebundenes, mit Troddeln geschmücktes Programmheft.

»›Vor dem Spiel zeigen die Ma

»Das lohnt sich immer«, sagte Mr Weasley.»Die Nationalma

Im Lauf der nächsten halben Stunde füllte sich die Logeallmählich. Mr Weasley war ständig damit beschäftigt, offenbar sehr wichtigen Zauberern die Hand zu schütteln. Auch Percy sprang jedes Mal auf, so daß es schien, als versuchte er, sich auf einen Igel zu setzen. Als Cornelius Fudge, der Zaubereiminister persönlich, hereintrat, verbeugte sich Percy so tief, daß seine Brille zu Boden fiel und zerbrach. Höchst verlegen reparierte er sie mit dem Zauberstab; danach blieb er sitzen und warf Harry, den Cornelius Fudge wie einen alten Freund begrüßte, neidische Blicke zu. Die beiden ka

»Harry Potter, wissen Sie«, verkündete er lauthals dem bulgarischen Minister, der einen prächtigen goldbestickten Umhang aus schwarzem Samt trug und kein Wort Englisch zu verstehen schien.»Harry Potter… Oh, nun aber, Sie wissen doch, wer er ist… der Junge, der Du-weißt-schon-wen überlebte… gewiß ke

Plötzlich bemerkte der bulgarische Zauberer Harrys Narbe und deutete unter lautem Geschnatter mit dem Finger auf sie.

»Wußte doch, wir schaffen es«, sagte Fudge entnervt zu Harry gewandt.»Ich bin kein großes Sprachgenie, für so etwas brauch ich Barty Crouch. Aah, seine Hauselfe besetzt ihm einen Platz… war auch nötig, diese bulgarischen Mistkerle haben versucht, sich die besten Plätze allesamt unter den Nagel zu reißen… ah, und hier kommt Lucius!«

Harry, Ron und Hermine wirbelten herum. Zu den drei noch freien Plätzen in der zweiten Reihe direkt hinter Mr Weasley drängten sich die alten Besitzer von Dobby, dem Hauselfen – Lucius Malfoy, sein Sohn Draco und eine Frau, die, wie Harry vermutete, Dracos Mutter sein mußte.

Harry und Draco Malfoy waren seit ihrer ersten Reise nach Hogwarts verfeindet. Draco, ein blasser Junge mit spitzem Gesicht und weißblondem Haar, hatte große Ähnlichkeit mit seinem Vater. Auch seine Mutter war blond; groß und schlank wie sie war, wäre sie hübsch gewesen, we

»Ah, Fudge«, sagte Mr Malfoy und streckte dem Zaubereiminister die Hand entgegen.»Wie geht's? Ich glaube, meine Frau Narzissa ke

»Angenehm, angenehm«, sagte Fudge lächelnd und verbeugte sich vor Mrs Malfoy.»Darf ich Ihnen Mr Oblansk vorstellen – Obalonsk – Mr – nun ja, er ist der bulgarische Zaubereiminister, und er versteht ohnehin kein Wort von dem, was ich sage, also egal. Und mal sehen, wer noch – Sie ke

Einen Moment lang herrschte äußerste Spa