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Sie sah hinüber zu den Slytherins, die gespa
»Eins ist schon komisch daran«, sagte Hermine zehn Minuten später und hielt die Mörserkeule über eine Schale Skarabäuskäfer.»Wie hat Rita Kimmkorn das nur rausgefunden…?«
»Was rausgefunden?«, fragte Ron sofort.»Du hast doch nicht etwa Liebestränke gebraut?«
»Sei doch nicht albern«, zischte Hermine und bega
»Was?«Ron ließ seinen Stößel mit einem lauten Klonk fallen.
»Er hat mich gefragt, gleich nachdem er mich aus dem See gezogen hatte«, murmelte Hermine.»Nachdem er seinen Haikopf losgeworden ist. Madam Pomfrey hat uns Deckengegeben, da
»Und was hast du geantwortet?«, warf Ron ein und hämmerte, die Augen unverwandt auf Hermine gerichtet, gut eine Armlänge von der Schale entfernt mit dem Stößel auf den Tisch.
»Und er hat wirklich gesagt, daß er noch nie solche Gefühle für jemanden empfunden hätte«, fuhr Hermine fort und wurde so rot, daß Harry die Hitze, die in ihr aufstieg, fast spüren ko
»Und was hast du geantwortet?«, wiederholte Ron und hieb mit dem Stößel so heftig auf den Tisch, daß eine Delle im Holz zurückblieb.
»Mich hat nur interessiert, ob es dir und Harry gut geht und -«
»So faszinierend Ihr gesellschaftliches Leben zweifellos ist, Miss Granger«, sagte eine eisige Stimme direkt hinter ihnen,»ich muß Sie doch ermahnen, es nicht im Unterricht zu erörtern. Zehn Punkte Abzug für Gryffindor.«
Snape war zu ihrem Tisch herübergeglitten, während sie gesprochen hatten. Die ganze Klasse drehte nun die Köpfe um; Malfoy nutzte die Gelegenheit und ließ POTTER STINKT durch den Kerker zu Harry hinüberblitzen.
»Ah… und man liest auch noch Heftchen unter dem Tisch?«, setzte Snape hinzu und schnappte sich die Hexenwoche.»Noch einmal zehn Punkte Abzug für Gryffindor… oh, verstehe…«Snapes schwarze Augen stürzten sich gierig auf Rita Kimmkorns Artikel.»Potter muß natürlich erfahren, was die Presse über ihn schreibt…«
Der Kerker erzitterte unter dem Gelächter der Slytherins und ein unangenehmes Lächeln kräuselte Snapes dü
»Harry Potters stummes Herzeleid… meine Güte, Potter, was hast du nun wieder für ein Wehwehchen? Ein Junge wie kein anderer, kö
Harrys Gesicht bra
»… kö
Harry warf die Zutaten und die Schultasche wütend in seinen Kessel und zog ihn nach vorn zu dem freien Tisch. Snape folgte ihm, setzte sich an das Pult und sah zu, wie Harry seine Sachen aus dem Kessel packte. Entschlossen, Snape keines Blickes zu würdigen, bega
»Dieser ganze Presserummel scheint deinen ohnehin schon übergroßen Kopf noch mehr aufgeblasen zu haben, Potter«, sagte Snape leise, sobald der Rest der Klasse sich wieder beruhigt hatte.
Harry antwortete nicht. Er wußte, daß Snape ihn provozieren wollte; das ka
»Du leidest vielleicht unter der Wahnvorstellung, daß die ganze Zaubererwelt von dir beeindruckt ist«, fuhr Snape so leise fort, daß ihn niemand sonst hören ko
Harry schüttete die zerstäubten Käfer in seinen Kessel und bega
»Also laß dir das eine Warnung sein, Potter«, fuhr Snape noch leiser und bedrohlicher klingend fort,»winzige Berühmtheit oder nicht – we
»Ich war nicht mal in der Nähe Ihres Büros!«, entgegnete Harry zornig und vergaß dabei völlig seine vorgeschützte Taubheit.
»Lüg mich nicht an!«, zischte Snape, und seine unergründlichen schwarzen Augen bohrten sich in die Harrys.»Baumschlangenhaut. Dianthuskraut. Beide stammen aus meinen persönlichen Vorräten, und ich weiß, wer sie gestohlen hat.«
Harry hielt Snapes Blick stand, entschlossen, nicht zu blinzeln oder schuldbewußt auszusehen. In Wahrheit hatte er Snape weder das eine noch das andere gestohlen. Hermine hatte die Baumschlangenhaut in ihrem zweiten Schuljahr geklaut – die hatten sie für den Vielsaft-Trank gebraucht – und damals hatte Snape Harry zwar verdächtigt, doch er hatte es nie beweisen kö
»Ich weiß nicht, wovon Sie reden«, log Harry kühl.
»Du bist im Schloß umhergeschlichen in der Nacht, als bei mir eingebrochen wurde!«, zischte Snape.»Mach mir nichts vor, Potter! Schön, Mad-Eye hat sich vielleicht deinem Fanclub angeschlossen, ich aber werde diese Umtriebe nicht dulden! We
»In Ordnung«, sagte Harry gelassen und wandte sich wieder seinen Ingwerwurzeln zu,»ich denk dran, we
Snapes Augen blitzten. Er steckte die Hand ins I
»Weißt du, was das ist, Potter?«, fragte Snape, und wieder glitzerten seine Augen gefährlich.
»Nein«, entgegnete Harry, diesmal völlig aufrichtig.
»Das ist ein Veritaserum – ein Wahrheitselixier, das so mächtig ist, daß drei Tropfen genügen, damit du vor der ganzen Klasse deine tiefsten Geheimnisse ausplauderst«, sagte Snape mit tückischer Miene.»Allerdings unterliegt der Gebrauch dieses Elixiers sehr strengen Richtlinien des Ministeriums. Doch we