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Ron stöhnte und blickte aus irgendeinem Grund flüchtig an die Decke…»Und es sieht aus, als wird es bald regnen.«
»Was hat das mit unseren Hausaufgaben zutun?«sagte Hermine, sie zog die Augenbrauen hoch.
»Nichts,«sagte Ron sofort, seine Ohren erröteten.
Um fünf Minuten vor fünf verabschiedete sich Harry von den anderen beiden und begab sich zu Umbridges Büro im dritten Stock. Als er an die Tür klopfe, rief sie mit zuckersüßer Stimme:»Komm herein.«Er trat vorsichtig ein und schaute sich um.
Er ka
Jetzt jedoch war es überhaupt nicht wieder zu erke
Einige Vasen mit getrockneten Blumen, jede auf ihrem eigenen Deckchen thronend standen herum, und an einer Wand hing eine Sammlung Ziehrrahmen, jeder geschmückt mit einem großen Kätzchen in Technicolor mit verschiedenfarbigen Schleifen um den Hals. Sie waren so abscheulich, daß Harry sie unbeweglich anstarrte, bis Professor Umbridge wieder sprach.
»Guten Abend, Potter.«
Harry fuhr auf und schaute sich um. Er hatte sie zuerst nicht bemerkt, weil sie ein grell geblümtes Kostüm trug, das nur zu gut mit der Tischdecke auf dem Schreibtisch hinter ihr verschmolz.
»Abend, Professor Umbridge,«sagte Harry steif.
»Nun, setz dich,«sagte sie und zeigte auf einen kleinen Tisch mit Spitzendecke, vor den sie einen gradlehnigen Stuhl geschoben hatte. Ein Stück leeres Pergament lag auf dem Tisch, offensichtlich auf ihn wartend.
»Ähm,«sagte Harry, ohne sich zu bewegen.»Professor Umbridge. Äh, bevor wir anfangen, Ich – ich wollte sie um…
um einen Gefallen bitten.«
Ihre hervortretenden Augen verengten sich.
»Oh ja?«
»Nun, ich… ich bin im Gryffindor Quidditch Team. Und ich soll bei den Probespielen für die neuen Hüter um fünf Uhr am Freitag anwesend sein und ich habe – habe mich gefragt ob ich den Arrest an diesem Abend nicht verschieben und ihn – ihn an einem anderen Abend absitzen kö
Lange vor dem Ende seines Satzes wußte er, daß es nicht gut war.
»Oh nein,«sagte Umbridge, und lächelte so breit, daß sie aussah, als habe sie gerade eine besonders saftige Fliege verschluckt.»Oh nein nein nein. Dies ist deine Strafe für das Verbreiten von bösen, abstoßenden, Aufmerksamkeit heischenden Geschichten, Potter, und Strafen kö
Harry fühlte das Blut in seinen Kopf steigen und hörte ein pochendes Geräusch in seinen Ohren. Er erzählte also»böse, abstoßende, Aufmerksamkeit heischende Geschichten?«
Sie beobachtete ihn mit leicht seitlich gelegtem Kopf, immer noch breit lächeld, als ob sie genau wüsste, was er dächte, und abwartend, ob er wieder anfangen würde zu schreien. Mit einer enormen Anstrengung schaute Harry von ihr weg, legte seine Schultasche neben den geradlehnigen Stuhl und setzte sich.
»Aha,«sagte Umbridge süß,»wir werden besser in der Kontrolle unseres Temperaments, nicht wahr? Jetzt wirst du etwas für mich schreiben, Potter. Nein, nicht mit deiner Feder,«fügte sie hinzu, als Harry sich niederbeugte, um seine Tasche zu öffnen.»Du wirst eine ganz besondere von mir benutzen. Hier ist sie.«
Sie übergab ihm eine lange, dü
»Ich möchte, daß du schreibst: Ich darf keine Lügen erzählen, teilte sie ihm sanft mit.
»Wie oft?«fragte Harry, mit einer glaubwürdigen Imitation von Höflichkeit.
»Oh, so lange es braucht, bis die Botschaft eingedrungen ist,«sagte Umbridge süß.»Nun fang an.«
Sie ging zu ihrem Schreibtisch, setzte sich und beugte sich über einen Stapel Pergamente, der aussah wie ein Stoß zu korrigierender Aufsätze. Harry ergriff die scharfe schwarze Feder, da
»Dur wirst keine Tinte brauchen,«sagte Professor Umbridge, mit der unschuldigsten Andeutung eines Lachens in ihrer Stimme.
Harry setzte die Spitze der Feder auf das Papier und schrieb: Ich darf keine Lügen erzählen.
Er stieß ein schmerzliches Keuchen aus. Die Wörter erschienen auf dem Pergament in einer Farbe, die rote Tinte zu sein schien. Zur selben Zeit erschienen sie auf Harrys rechter Hand, in seine Haut eingeschnitten als seien sie dort von einem Skalpell mitverfolgt worden – doch während er noch auf den leuchtenden Schnitt starrte heilte die Haut schon wieder, den Fleck an dem sie gestanden hatte ein wenig röter zurücklassend als zuvor, jedoch ganz glatt.
Harry schaute auf Umbridge. Sie beobachtete ihn, ihren breiten krötenartigen Mund zog ein Lächeln breit.
»Ja?«
»Nichts,«sagte Harry ruhig.
Er blickte zurück auf das Pergament, setzte die Feder noch einmal auf, schrieb Ich darf keine Lügen erzählen und fühlte den bre
Und es ging immer so weiter. Wieder und wieder schrieb Harry die Worte auf das Pergament, und zwar nicht mit Tinte, wie er bald erka
Vor Umbridge«s Fenster senkte sich die Dunkelheit nieder. Harry fragte nicht, wa
»Komm her,«sagte sie, wie es schien nach Stunden.
Er stand auf. Seine Hand bra
»Deine Hand,«sagte sie.
Er streckte sie aus. Sie nahm sie in ihre eigene. Harry unterdrückte einen Schauder, als sie ihn mit ihren dicken, stummeligen Fingern, an denen sie eine Anzahl häßlicher alter Ringe trug, berührte.
»Ts, ts, ich scheine noch keinen großen Eindruck gemacht zu haben,«sagte sie lächelnd.»Nun gut, wir müssen es eben morgen Abend noch einmal versuchen, nicht wahr? Du ka
Harry verließ ihr Büro ohne ein Wort. Die Schule war völlig verlassen; es war sicherlich nach Mitternacht. Er spazierte langsam den Korridor entlang, und, nachdem er um die Ecke war und sicher, daß sie ihn nicht mehr hörte, verfiel er ins Re
Er hatte keine Zeit gehab, den Verschwinde-Zauber zu üben, keinen einzigen Traum in sein Traumtagebuch geschrieben und die Zeichnung des Bowtruckle (BogenKreacher) nicht beendet, noch hatte er seine Aufsätze geschrieben. Er ließ das Frühstück am nächsten Morgen sausen um ein paar erfundene Träume für Wahrsagen, ihrer ersten Stunde, hin zu schmieren, und war überrascht, einen zerzausten Ron vorzufinden, der ihm Gesellschaft leistete.
»Wie kommt es daß du das nicht gestern Abend gemacht hast?«fragte Harry, während Ron im Gemeinschftsraum planlos nach einer Eingebung herumstierte. Ron, der fest geschlafen hatte, als Harry in den Schlafsaal zurückkehrte, murmelte etwas von»hatte anderes zu tun,«beugte sich tief über sein Pergament und kritzelte ein paar Worte.