Добавить в цитаты Настройки чтения

Страница 60 из 209

Aber Hermine hörte ihm nicht zu; sie blickte vielmehr in die entfernteste Ecke des Raums, wo Fred, George und Lee Jordan im Zentrum einer Reihe von unbedarft aussehenden Erstklässlern saßen, die alle etwas kauten, das aus einer großen Papiertüte zu kommen schien, die Fred in den Armen hielt.

»Nein, das tut mir leid, jetzt gehen sie zu weit,«sagte sie, fürchterlich wütend aussehend, und stand auf.»Komm schon,

Ron.«

»Ich – was?«fragte Ron, eindeutig auf Zeit spielend.»Nein – komm schon, Hermine – wir kö

»Du weißt ganz genau: das sind Nasenblutnougats oder – oder Kotzpastillen oder -«

»Ohnmachtskekse?«schlug Harry leise vor.

Ein Erstklässler nach dem anderen sackte ohnmächtig auf seinem Platz zusammen, gerade so, als ob ihnen jemand mit einem unsichtbaren Hammer eins über den Schädel gegeben hätte; einige glitten auf den Boden, andere hingen nur über den Armlehnen ihrer Stühle, allen guckte die Zunge aus dem Mund. Die meisten der Zuschauer lachten; Hermine jedoch straffte ihre Schultern und marschierte direkt zu Fred und George, die mit Clipboards in der Hand aufmerksam die bewusstlosen Erstklässler studierten. Ron erhob sich halb aus seinem Sessel, verharrte einen Moment unschlüssig in der Luft und murmelte da

»Das reicht!«sagte Hermine energisch zu Fred und George, die beide leicht erstaunt aufsahen.

»Ja, das stimmt,«nickte George,»diese Dosierung scheint stark genug zu sein, nicht wahr?«

»Ich habe euch heute Morgen gesagt, daß ihr diesen Müll nicht an Schülern testen kö

»Wir zahlen sie!«sagte Fred entrüstet.

»Ist mir egal, das kö

»Unsi

»Ganz ruhig, Hermine, ihnen geht«s gut!«sagte Lee beruhigend, als er von Erstklässler zu Erstklässler ging und ihnen lila Süßigkeiten in die offenen Münder steckte.

»Ja, schau, sie kommen wieder zu Bewusstsein,«sagte George.

Einige der Erstklässler bewegten sich wirklich. Viele sahen so geschockt aus, als sie sich auf dem Boden liegend oder von den Stühlen hängend wiederfanden, daß Harry sicher war: Fred und George hatten sie nicht über die Wirkung der Kekse aufgeklärt.

»Alles ok?«fragte George freundlich das kleine dunkelhaarige Mädchen, das zu seinen Füßen lag.

»Ich – ich denke ja,«sagte sie mit zittriger Stimme.

»Hervorragend,«sagte Fred glücklich, aber in der nächsten Sekunde hatte Hermine ihm das Clipboard und die Papiertüte mit den Ohnmachtskekse aus den Händen gerissen.

»Nichts ist hervorragend!«

»Natürlich ist es, sie leben noch, siehst du«s nicht?«antwortete Fred wütend…»Das kö

»Unsere Sachen machen nicht krank, wir haben sie alle an uns selbst ausprobiert. Wir machen das nur um zu sehen, ob jeder gleich darauf reagiert -«

»We

»Uns nachsitzen lassen?«fragte Fred, in einer würde-gern-sehen-wie-du-das-versuchst Stimme.

»Uns Strafarbeiten aufgeben?«fragte George grinsend.

Schaulustige im ganzen Raum bega

»Nein,«sagte sie mit vor Wut zitternder Stimme,»aber ich werde es eurer Mutter schreiben.«

»Würdest du nicht,«sagte George entsetzt und wich einen Schritt zurück.

»Doch, würde ich,«sagte Hermine grimmig.»Ich ka

Fred und George sahen wie vom Do

Ron war mittlerweile so tief in seinem Stuhl versunken, daß sich seine Nase ungefähr auf Kniehöhe befand.

»Danke für Deine Unterstützung, Ron,«sagte Hermine bissig.

»Das hast Du prima selbst hinbekommen,«murmelte Ron.

Hermine starrte einige Sekunden auf ihre leere Pergamentrolle und sagte da

Sie riss ihre Tasche auf; Harry dachte, sie wollte ihre Bücher wegpacken, an Stelle dessen zog sie jedoch zwei unförmige Objekte aus Wolle hervor, legte sie sorgfältig auf einen Tisch beim Kamin, bedeckte sie mit ein paar zusammengeknüllten Pergamentrollen und einer zerbrochenen Schreibfeder und ging ein Stück zurück, um ihr Werk zu begutachten.

»Was in Merlins Namen machst du?«fragte Ron und schaute sie an, als ob er um ihren Verstand fürchtete.

»Das sind Kappen für Hauselfen,«sagte sie forsch und stopfte jetzt ihre Bücher in die Tasche.»Ich habe sie während der Sommerferien gemacht. Ohne Zaubern bin ich sehr langsam, aber jetzt, wo ich zurück in Hogwarts bin, ka

»Du lässt sie hier liegen für die Hauselfen?«fragte Ron langsam.»Und Du bedeckst sie zuerst mit Abfall?«

»Ja,«sagte Hermine aufsässig und schwang die Tasche auf ihren Rücken.

»Das läuft hier nicht,«sagte Ron wütend.»Du versuchst, sie durch einen Trick dazu zu bringen, die Kappen zu nehmen.

Du befreist sie, selbst we

»Natürlich wollen sie frei sein!«sagte Hermine sofort, errötete jedoch.»Wage es nicht, diese Kappen anzurühren,

Ron!«

Sie machte auf dem Absatz kehrt und ging. Ron wartete, bis sie hinter der Tür zum Mädchenschlafsaal verschwunden war, da

»Sie sollten wenigstens sehen, was sie aufheben,«sagte er entschieden.»Wie auch immer…,«er rollte das Pergament zusammen auf dem er den Titel des Aufsatzes für Snape geschrieben hatte,»es hat keinen Si

Harry schüttelte den Kopf, wobei ihm auffiel das seine rechte Schläfe dadurch nur noch mehr schmerzte. Unter scharf stechenden Schmerzen, dachte er an den langen Aufsatz über die Gigantenkriege. Er wußte, er würde es am nächsten morgen bedauern, we

»Ich gehe auch ins Bett.«.Auf seinem Weg zur Tür zum Schlafsaal kam er an Seamus vorbei, aber er sah nicht zu ihm hin. Harry hatte den flüchtigen Eindruck, als ob Seamus seinen Mund geöffnet hatte, um etwas zu sagen, aber er ging schneller und erreichte die friedliche Ruhe an der steinernden Wendeltreppe ohne noch mehr Provokationen ertragen zu müssen.

Der folgende Tag brach genauso bleiern und regnerisch an, wie der vorherige. Beim Frühstück war Hagrid immer noch nicht am Lehrertisch.

»Erfreulich immerhin, heute kein Snape,«sagte Ron angeregt. Hermine gähnte ausgiebig und goß sich etwas Kaffee ein. Sie sah leicht erfreut aus über irgend etwas, und als Ron sie fragte, was es war, sagte sie einfach,»Die Mützen sind weg. Es scheint, die Hauselfen wollen doch die Freiheit.«

»Darauf würde ich nicht wetten,«sagte Ron spitz zu ihr.»Vielleicht gehen sie gar nicht als Kleidung durch. Für mich sahen sie überhaupt nicht aus wie Mützen, eher wie Blasen aus Wolle.«

Hermine sprach den ganzen morgen nicht mit ihm.

Auf eine Doppelstunde Zaubersprüche folgte einer Doppelstunde Verwandlung.

Professor Flitwick und Professor McGonagall verwendeten beide die ersten fünfzehn Minuten darauf, der Klasse einen Vortrag über die Wichtigkeit der ZAGs zu halten.

»Woran sie immer denken müssen,«sagte der kleine Professor Flitwick piepsig, wie immer auf einem Haufen Bücher hockend, um über den Schreibtisch gucken zu kö