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»Ron, wir sollen den Erstklässlern den Weg zeigen!«
»Achja,«sagte Ron, der es völlig vergessen zu haben schien.»Hey -hey, ihr da! Knirpse!«
»Ron!«
»Hm, aber sie sind, sie sind doch winzig…«
»Ich weiß, aber du ka
Eine Gruppe von neuen Schülern lief schüchtern, in der Lücke zwischen den Gryffindor und Hufflepufftischen entlang, und versuchte die Gruppe nicht zu verlieren. Sie sahen wirklich sehr klein aus; Harry war sich sicher nicht so jung ausgesehen zu haben als er hier ankam. Er grinste sie an. Ein blonder junge neben Euan Abercrombie sah wie versteinert aus. Er stupste Euan an und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Euan Abercrombie sah genauso verängstigt aus und schaute da
»Bis nachher,«sagte er dumpf zu Ron und Hermine, und ging allein aus der Großen Halle, und tat alles um das Flüstern, Starren und auf ihn zeigen, zu ignorieren, als er vorbei ging. Er blickte nur geradeaus, als er sich den Weg durch die Menge, in die Eingangs Halle bahnte, beeilte er sich da
nicht mal we
Harry hatte das Ende des Korridors zum Gryffindor-Gemeinschaftsraum erreicht und kam vor dem Porträt der Fetten Dame zum Stehen, als er bemerkte, daß er das neue Passwort nicht ka
»Korrekt,«sagte die Fette Dame, und ihr Porträt schwang in ihre Richtung auf wie eine Tür, ein rundes Loch in der Wand dahinter freigebend, durch das Harry und Neville nun kletterten.
Der Gryffindor-Gemeinschaftsraum sah einladend wie immer aus, ein gemütliches, rundes Turmzimmer voll mit altersschwachen, weichen Sesseln und wackligen alten Tischen. Im Kamin knisterte ein Feuer fröhlich vor sich hin, und einige Leute wärmten sie noch die Hände daran, bevor sie in ihre Schlafsäle gingen. Auf der anderen Seite des Raumes hefteten Fred und George Weasley etwas an das Schwarze Brett. Harry winkte ihnen ein»Gute Nacht«zu und steuerte geradewegs auf die Tür zum Jungs-Schlafsaal zu; ihm war nicht nach reden im Moment. Neville folgte ihm.
Dean Thomas und Seamus Fi
»Hi,«sagte er, ging hinüber zu seinem Koffer und öffnete ihn.
»Hey, Harry,«sagte Dean, der gerade einen Schlafanzug in den Farben von West Ham anzog.»Gute Ferien gehabt?«
»Nicht schlecht,«murmelte Harry, da eine ehrliche Antwort zu seinen Ferien fast die ganze Nacht gedauert hätte und er das nicht durchgehalten hätte.»Und du?«
»Ja, war okay,«kicherte Dean.»Besser als Seamus seine auf jeden Fall, hat er mir grad erzählt.«
»Warum, was ist passiert, Seamus?,«fragte Neville, als er seinen Mimbulus Mimbletonia vorsichtig auf seinen Nachttisch stellte.
Seamus antwortete nicht sofort; er gab sich auffällig Mühe, sicher zu gehen, daß sein Poster vom Kenmare Kestrels Quidditch-Team gerade hing. Da
»Was?,«sagte Harry, und hielt beim Ausziehen seines Gewands i
»Aber – warum?,«sagte Harry verwundert. Er wußte, daß Seamus«Mutter eine Hexe war und verstand deshalb nicht, wie sie auf so etwas Dursley-Mäßiges hatte kommen kö
Seamus antwortete nicht, bis er mit dem Zuknöpfen seines Schlafanzuges fertig war.
»Na ja,«sagte er mit gepresster Stimme,»ich glaube… wegen dir.«
»Was meinst du damit?,«sagte Harry schnell. Sein Herz schlug ziemlich schnell jetzt, und er fühlte sich, als ob ihn etwas umzingeln würde.
»Na ja,«sagte Seamus wieder, immer noch Harrys Blick ausweichend,»sie… ähm… na ja, es ist nicht nur wegen dir, auch wegen Dumbledore…«
»Sie glaubt dem Tagespropheten?,«sagte Harry.»Sie glaubt, ich wäre ein Lügner und Dumbledore ein alter Narr?«
Seamus sah ihn an.»Ja, so was in die Richtung.«
Harry sagte nichts. Er schmiss seinen Zauberstab auf den Tisch neben seinem Bett, zog sein Gewand aus, stopfte es ärgerlich in seinen Koffer und streifte seinen Schlafanzug über. Er hatte es satt; satt, die Person zu sein, die die ganze Zeit angestarrt und über die ständig geredet wurde. We
Seamus klang nervös und neugierig gleichzeitig.
Dean, der sich über seinen Koffer gebeugt hatte und versuchte, einen Pantoffel zu finden, wurde seltsam leise und Harry wußte, daß er genau zuhörte.
»Wozu fragst du mich?,«erwiderte Harry scharf.»Lies doch einfach den Tagespropheten wie deine Mutter, nicht? Der wird dir alles sagen, was du wissen mußt.«
»Mach meine Mutter nicht an,«schnauzte Seamus ihn an.
»Ich mache jeden an, der mich einen Lügner ne
»Sprich nicht so mit mir!«
»Ich sprech«mit dir wie ich will,«sagte Harry, und wurde schnell so wütend, daß er seinen Zauberstab wieder vom Tisch riss.»We
»Laß meine Mutter da raus, Potter!«
»Was ist hier los?«Ron war im Eingang erschienen. Seine erstaunt aufgerissenen Augen wanderten von Harry, der auf seinem Bett kniete und den Zauberstab auf Seamus gerichtet hielt, zu Seamus, der mit erhobenen Fäusten dort stand.
»Er beleidigt meine Mutter!,«schrie Seamus.
»Was?,«sagt Ron.»Harry würde das nie tun, wir haben deine Mutter doch mal getroffen, wir mochten sie…«
»Das war, bevor sie jedes Wort glaubte, was der verdammte Tagesprophet über mich schreibt!«sagte Harry mit lauter Stimme.
»Oh,«sagte Ron, und auf seinem sommersprossigen Gesicht machte sich der Ausdruck des Verstehens breit.»Oh…
okay.«
»Weißt du was?,«sagte Seamus hitzig, Harry einen giftigen Blick zuwerfend.»Er hat Recht, ich will kein Schlafzimmer mehr mit ihm teilen. Er ist verrückt.«