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«Dr. Be

«Egal, wo ich gewesen bin«, keuchte er.»Spät, lassen Sie den Prozeß sein. Ich bitte Sie.»

«Welchen Prozeß, Dr. Be

«Den Sie gegen mich anstrengen«, sagte er heiser.

Ich schüttelte den Kopf.»Niemand strengt einen Prozeß gegen Sie an, Dr. Be

«Sie lügen«, schrie er.»Sie lügen! Sie haben gegen mich Lienhard eingesetzt, Fanter, Schönbächler, Feuchting. Und die Presse haben Sie auch auf mich gehetzt. Sie wissen, daß ich ein Motiv gehabt hätte, Winter zu erschießen.»

«Kohler hat es getan«, antwortete ich.

«Das glauben Sie ja selber nicht. «Er zitterte am ganzen Leib.

«Kein Mensch zweifelt daran«, versuchte ich ihn zu beschwichtigen.

Be

«Aber, Dr. Be

Er wankte zur Tür, öffnete sie langsam und ging, ohne sich weiter um mich zu kümmern.

Das Alibi: Wurde wieder unterbrochen. Das Schicksal schlug zu. Diesmal durch Lucky. In seiner Begleitung ein Subjekt, das er mir als den» Marquis «vorstellte. (Indem ich als Schreibender aus dem unheilvollen Geschehen herausgetreten bin, worin ich mich als Handelnder verstrickte, habe ich Farbe zu beke

«Wir brauchen ein Alibi«, sagte Lucky kleinlaut,»der Marquis und ich. Für die letzten zwei Stunden.»

Der Marquis lächelte salbungsvoll.

«Und vor zwei Stunden?«fragte ich.

«Da ist unser Alibi bombensicher«, beteuerte Lucky und sah mich lauernd an.»Wir waren mit Giselle und Madeleine im >Monaco<.»

Der Marquis nickte bestätigend.

Ich wollte wissen, ob sie unbemerkt zu mir gekommen seien. Lucky war wie immer Optimist.»Erka

Ich überlegte.»Wo habt ihr die Schirme?«fragte ich da

«Drunten. Wir haben sie hinter die Kellertür gestellt.»

«Gehören sie euch?»

«Wir haben sie gefunden.»

«Wo?»

«Auch im >Monaco<.»

«Ihr habt sie also vor zwei Stunden mitlaufen lassen?»

«Es hat geregnet.»

Lucky spürte besorgt, daß mich seine Antworten nicht begeisterten. Er holte hoffnungsvoll aus seinem Mantel eine Flasche Cognac Napoleon, und auch der Marquis zauberte eine solche auf den Schreibtisch.

«Schön«, nickte ich,»das sind menschlichere Züge.»

Da

«Wir sind splendide Geschäftsleute«, stellte Lucky fest.

Ich schüttelte den Kopf.»Mein lieber Lucky«, bedauerte ich,»wegen einer falschen Aussage sitze ich prinzipiell nicht.»

«Begriffen«, sagte Lucky.

Die beiden stifteten noch je einen Tausender.

Ich ließ mich nicht erweichen.»Die Geschichte mit den Schirmen ist zu blöd«, stellte ich fest.

«Die Polizei sucht uns ja nicht der Schirme wegen«, wandte Lucky ein, doch war es ihm dabei sichtlich nicht geheuer.

«Aber sie kö

«Kapiert«, sagte Lucky.

Die beiden opferten wieder je einen Tausender.

Ich staunte.»Ihr seid wohl Millionäre geworden?»

«Man hat so seine Einkünfte«, sagte Lucky.»We

«Welchen Rest?»

«Den Rest vom Honorar«, erklärte der Marquis.

«Von welchem Honorar?«fragte ich mißtrauisch.

«Für einen Auftrag, den wir erledigt haben«, präzisierte Lucky.»Sind wir in Nizza, übergebe ich dir Giselle und Madeleine.»

«Ich überlasse Ihnen meine Mädchen«, versicherte der Marquis.»Neuchâtel ist praktisch.»

Ich prüfte die Scheine sorgfältig, faltete sie zusammen und steckte sie in die hintere Hosentasche. Lucky wollte Genaueres berichten, doch ich unterbrach ihn:»Ein für allemal: weshalb ihr das Alibi braucht, will ich nicht wissen.»

«Pardon«, entschuldigte sich Lucky.

«Rückt mal eure Zigaretten raus«, befahl ich da

Lucky war mit Zigaretten vollgestopft: Camel, Dunhill, Black and White, Super King, Piccadilly. Die Pakete häuften sich auf dem Schreibtisch.

«Eine Freundin hat einen Kiosk«, entschuldigte er sich.

«Und was raucht der Herr Marquis?»

«Nur selten«, lispelte der verlegen.

«Du hast keine Zigaretten bei dir?»

Der Marquis schüttelte den Kopf.

Ich setzte mich wieder hinter den Schreibtisch. Wir mußten handeln.

«Jetzt rauchen wir eine halbe Stunde lang«, ordnete ich an,»so viel und so schnell wie möglich. Ich Camel, Lucky die langen Super King, der Marquis in Gottes Namen Dunhill. Die Zigaretten so rauchen, daß man noch die Marke sieht, da

Wir qualmten auf Tod und Leben. Wir hatten es bald los, vier Zigaretten auf einmal anzurauchen, da

«Ich rauche sonst eigentlich überhaupt nie«, stöhnte der Marquis. Es ging ihm so schlecht, daß er beinahe menschlich wurde.

Nach einer halben Stunde häuften sich im Aschenbecher die Zigarettenstummel. Die Luft war lebensgefährlich, de

«Aber Stuber«, sagte ich,»Sie sind doch bei der Sittenpolizei und haben nichts mit Heiligen zu tun.»

«Passen Sie lieber auf Ihre Heiligen auf«, brummte Stuber und ließ uns vorbei.

«Hurenanwalt«, rief mir einer der Streifenpolizisten nach.

«Wir marschieren am besten gleich zur Hauptwache«, stöhnte Lucky. Die Polizei hatte ihn demoralisiert. Der Marquis schien vor Entsetzen zu beten. Ich ahnte, daß ich mich in etwas Bedenkliches eingelassen hatte.

«Unsi

«Die Schirme…»

«Die beseitige ich später.»

Die frische Luft tat uns gut. Der Regen hatte aufgehört. Die Straßen waren belebt, und in der Niederdorfstraße gingen wir ins >Monaco<. Giselle war noch da, Madeleine nicht mehr (jetzt weiß ich ihren Namen), dafür aber Cori

«Sieht der Marquis grün aus«, rief Giselle und winkte.»Was habt ihr de

«Wir haben zwei Stunden gepokert«, erklärte ich,»und der Marquis mußte mitrauchen. Zur Strafe, daß er dich Lucky abspa

«Je m'en suis pas rendue compte«, sagte Paulette.

«Geschäfte wickeln sich in der Stille ab.»

«Et le résultat?»

«Ich bin jetzt dein Rechtsanwalt«, erklärte ich. Paulette staunte. Ich wandte mich Alphons zu. Der Barma

Ich betrat einen Vorraum. Er war nur spärlich vom Treppenhaus her beleuchtet. Neben der Tür stand ein Schirmständer mit einigen Schirmen. Ich stellte die beiden nassen Schirme zu den anderen, schloß die Tür sorgfältig und stieg zu meiner Wohnung hinauf. Ich machte Licht. Das Fenster stand weit offen. Im Lehnstuhl saß der Kommandant.

«Hier ist viel geraucht worden«, sagte er und schaute auf den mit Kippen gefüllten Aschenbecher.»Ich habe das Fenster geöffnet.»

«Lucky und der Marquis sind bei mir gewesen«, erklärte ich.

«Der Marquis?»

«So eine Type aus Neuchâtel.»

«Sein Name?»

«Will ich lieber nicht wissen.»

«Henry Zuppey«, sagte der Kommandant.»Wa