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“Da sich so manches verändert hat,” sagte Charlotte, “kö
“Eduarden habe ich doch oft im Stillen getadelt,” sagte der Graf, “daß er nicht beharrlicher war, de
“Ich muß mich seiner a
Eduard nickte der Baronesse zu und schien dankbar für ihre Fürsprache.
“Und da
“Liebe Freundin,” versetzte der Graf etwas lebhaft, “beke
“Diese gute Eigenschaft besitzen vielleicht die Mä
“Einen solchen Vorwurf darf man sich wohl gefallen lassen,” versetzte der Graf, “doch was Charlottens ersten Gemahl betrifft, so ko
“Wir wollen versuchen” sagte Charlotte, “wieder einzubringen, was wir versäumt haben.”
“Da müssen Sie sich dazuhalten.” sagte der Graf. “Ihre ersten Heiraten” fuhr er mit einiger Heftigkeit fort, waren doch so eigentlich rechte Heiraten von der verhaßten Art; und leider haben überhaupt die Heiraten — verzeihen Sie mir einen lebhafteren Ausdruck — etwas Tölpelhaftes: sie verderben die zartesten Verhältnisse, und es liegt doch eigentlich nur an der plumpen Sicherheit, auf die sich wenigstens ein Teil etwas zugute tut. Alles versteht sich von selbst, und man scheint sich nur verbunden zu haben, damit eins wie das andre nunmehr seiner Wege gehe.”
In diesem Augenblick machte Charlotte, die ein für allemal dies Gespräch abbrechen wollte, von einer kühnen Wendung Gebrauch; es gelang ihr. Die Unterhaltung ward allgemeiner, die beiden Gatten und der Hauptma
Auch die neuen Parkanlagen kamen zur Sprache, die man sogleich nach Tische besuchte. Ottilie zog sich unter dem Vorwande häuslicher Beschäftigungen zurück; eigentlich aber setzte sie sich wieder zur Abschrift. Der Graf wurde von dem Hauptma
Charlotte vernahm des Hauptma
Es war wie ein Do
Charlotte war i
Auf der andern Seite war Eduard mit der Baronesse an den Teichen hergegangen. Die kluge Frau, die gern von allem unterrichtet sein mochte, bemerkte bald in einem tastenden Gespräch, daß Eduard sich zu Ottiliens Lobe weitläufig herausließ, und wußte ihn auf eine so natürliche Weise nach und nach in den Gang zu bringen, daß ihr zuletzt kein Zweifel übrig blieb, hier sei eine Leidenschaft nicht auf dem Wege, sondern wirklich angelangt.
Verheiratete Frauen, we
Nun aber brachte der Blick in Eduards Gemüt diesen Vorschlag bei der Baronesse ganz zur vorsätzlichen Festigkeit, und um so schneller dieses in ihr vorging, um desto mehr schmeichelte sie äußerlich Eduards Wünschen. De
An diese Gesi
Eduard sprach schon mit Entzücken von der herrlichen Gegend, dem großen Flusse, den Hügeln, Felsen und Weinbergen, von alten Schlössern, von Wasserfahrten, von dem Jubel der Weinlese, des Kelterns usw., wobei er in der Unschuld seines Herzens sich schon zum voraus laut über den Eindruck freute, den dergleichen Szenen auf das frische Gemüt Ottiliens machen würden. In diesem Augenblick sah man Ottilien herankommen, und die Baronesse sagte schnell zu Eduard, er möchte von dieser vorhabenden Herbstreise ja nichts reden,de
Als man sich zum Abendessen zusammen gesetzt hatte, war eine völlig andre Stimmung in der Gesellschaft verbreitet. Der Graf, der schon vor Tische geschrieben und den Boten fortgeschickt hatte, unterhielt sich mit dem Hauptma
Die Baronesse hatte Zeit genug, Beobachtungen anzustellen. Sie bemerkte Charlottens Unbehagen, und weil sie nur Eduards Verhältnis zu Ottilien im Si
Auch nach Tische fand sich ein Zwiespalt in der Gesellschaft. Der Graf, der den Hauptma