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Aber wie jeder, der eine übeltat begangen, fürchten muß, daß, ungeachtet alles Abwehrens, sie de
Nach einer kleinen Pause sah der Geselle sich um; aber wie es in solchen Fällen zu gehen pflegt, niemand war vorbereitet, jederma
Der junge Gesell, der sich dabei am tätigsten erwies, nahm seine Rednermiene wieder an und fuhr fort: “Wir gründen diesen Stein für ewig, zur Sicherung des längsten Genusses der gegenwärtigen und künftigen Besitzer dieses Hauses. Allein indem wir hier gleichsam einen Schatz vergraben, so denken wir zugleich, bei dem gründlichsten aller Geschäfte, an die Vergänglichkeit der menschlichen Dinge. Wir denken uns eine Möglichkeit, daß dieser festversiegelte Deckel wieder aufgehoben werden kö
Und so leerte er ein wohlgeschliffenes Kelchglas auf einen Zug aus und warf es in die Luft, de
Man hatte nämlich, um mit dem Bau vorwärts zu kommen, bereits an der entgegengesetzten Ecke den Grund völlig herausgeschlagen, ja schon angefangen, die Mauern aufzuführen, und zu dem Endzweck das Gerüst erbaut, so hoch, als es überhaupt nötig war.
Daß man es besonders zu dieser Feierlichkeit mit Brettern belegt und eine Menge Zuschauer hinaufgelassen hatte, war zum Vorteil der Arbeitsleute geschehen. Dort hinauf flog das Glas und wurde von einem aufgefangen, der diesen Zufall als ein glückliches Zeichen für sich ansah. Er wies es zuletzt herum, ohne es aus der Hand zu lassen und man sah darauf die Buchstaben E und O in sehr zierlicher Verschlingung eingeschnitten. Es war eins der Gläser, die für Eduarden in seiner Jugend verfertigt worden.
Die Gerüste standen wieder leer, und die leichtesten unter den Gästen stiegen hinauf, sich umzusehen, und ko
“Das ließe sich wohl machen,” sagte der Hauptma
“Nur bitte ich, meine Platanen— und Pappelgruppe zu schonen,” sagte Eduard, “die so schön am mittelsten Teich steht. Sehen Sie,” — wandte er sich zu Ottilien, die er einige Schritte vorführte, indem er hinabwies — “diese Bäume habe ich selbst gepflanzt.”
“Wie lange stehen sie wohl schon?” fragte Ottilie. “Etwa so lange”, setzte Eduard, “als Sie auf der Welt sind. Ja, liebes Kind, ich pflanzte schon, da Sie noch in der Wiege lagen.”
Die Gesellschaft begab sich wieder in das Schloß zurück. Nach aufgehobener Tafel wurde sie zu einem Spaziergang durch das Dorf eingeladen, um auch hier die neuen Anstalten in Augenschein zu nehmen. Dort hatten sich, auf des Hauptma
Eine i
“Wie wir vermuteten!” rief Eduard Charlotten zu. “Der Graf wird nicht ausbleiben, er kommt morgen.”
“Da ist also auch die Baronesse nicht weit.” versetzte Charlotte. “Gewiß nicht!” antwortete Eduard: “Sie wird auch morgen von ihrer Seite anlangen. Sie bitten um ein Nachtquartier und wollen übermorgen zusammen wieder fortreisen.”
“Da müssen wir unsre Anstalten beizeiten machen, Ottilie!” sagte Charlotte.
“Wie befehlen Sie die Einrichtung?” fragte Ottilie.
Charlotte gab es im allgemeinen an, und Ottilie entfernte sich.
Der Hauptma
“Sie hätten wohl noch ein paar Tage wegbleiben kö
“Du wirst nicht damit fertig.” sagte Charlotte.
“Freilich müßte ich es übermorgen früh haben, und es ist viel.” sagte Eduard. “Es soll fertig sein.” rief Ottilie und hatte das Blatt schon in den Händen.
Des andern Morgens, als sie sich aus dem obern Stock nach den Gästen umsahen, denen sie entgegenzusehen nicht verfehlen wollten, sagte Eduard: “Wer reitet de
Die Figur kam näher, und Mittler war es wirklich. Man empfing ihn freundlich, als er langsam die Treppe herauf’stieg. “Warum sind Sie nicht gestern gekommen?” rief ihm Eduard entgegen.
“Laute Feste lieb ich nicht.”, versetzte jener. “Heute komm ich aber, den Geburtstag meiner Freundin mit euch im Stillen nachzufeiern.”
“Wie kö
“Meinen Besuch, we
“Gestern hätten Sie große Gesellschaft gefunden, heute finden Sie nur kleine.”, sagte Charlotte. “Sie finden den Grafen und die Baronesse, die Ihnen auch schon zu schaffen gemacht haben.”
Aus der Mitte der vier Hausgenossen, die den seltsamen willkommenen Ma
“Schwebt doch immer ein Unstern über mir, sobald ich einmal ruhen und mir wohltun will! Aber warum gehe ich auch aus meinem Charakter heraus! Ich hätte nicht kommen sollen, und nun werd ich vertrieben. De