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Grimmigen Feinde, die drei, in Schaden und Schande gerieten!

Laßt uns alles bedenken, und helfe, was helfen ka

Gilt es den Hals, die Not ist dringend, wie soll ich entkommen?

Alles Übel häuft sich auf mich. Es zürnet der König,

Meine Freunde sind fort und meine Feinde gewaltig;

Selten hab ich was Gutes getan, die Stärke des Königs,

Seiner Räte Verstand wahrhaftig wenig geachtet;

Vieles hab ich verschuldet und hoffte de

Wieder zu wenden. Gelänge mirs nur, zum Worte zu kommen,

Wahrlich, sie hingen mich nicht; ich lasse die Hoffnung nicht fahren.

Und er wandte darauf sich von der Leiter zum Volke,

Rief: Ich sehe den Tod vor meinen Augen und werd ihm

Nicht entgehen. Nur bitt ich euch alle, so viele mich hören,

Um ein weniges nur, bevor ich die Erde verlasse.

Gerne möcht ich vor euch in aller Wahrheit die Beichte

Noch zum letztenmal öffentlich sprechen und redlich beke

Alles Übel, das ich getan, damit nicht ein andrer

Etwa dieses oder jenes von mir im stillen begangnen,

Unbeka

So verhüt ich zuletzt noch manches Übel, und hoffen

Ka

Viele jammerte das. Sie sprachen untereinander:

Klein ist die Bitte, gering nur die Frist! Sie baten den König,

Und der König vergö

Etwas leichter ums Herz, er hoffte glücklichen Ausgang;

Gleich benutzt' er den Raum, der ihm gegö

Spiritus Domini helfe mir nun! Ich sehe nicht Einen

Unter der großen Versammlung, den ich nicht irgend beschädigt.

Erst, ich war noch ein kleiner Kompan und hatte die Brüste

Kaum zu saugen verlernt, da folgt ich meinen Begierden

Unter die jungen Lämmer und Ziegen, die neben der Herde

Sich im Freien zerstreuten; ich hörte die blökenden Stimmen

Gar zu gerne, da lüstete mich nach leckerer Speise.

Lernte hurtig sie ke

Leckte das Blut, es schmeckte mir köstlich! und tötete weiter

Vier der jüngsten Ziegen und aß sie, und übte mich ferner;

Sparte keine Vögel, noch Hühner, noch Enten, noch Gänse,

Wo ich sie fand, und habe gar manches im Sande vergraben,

Was ich geschlachtet und was mir nicht alles zu essen beliebte.

Da

Lernt ich Isegrim ke

Gleich versichert' er mir, ich sei aus seinem Geschlechte,

Ja, er wußte mir gar die Grade der Sippschaft am Finger

Vorzurechnen. Ich ließ mirs gefallen; wir schlossen ein Bündnis

Und gelobten einander, als treue Gesellen zu wandern,

Leider sollt ich dadurch mir manches Übel bereiten.

Wir durchstrichen zusammen das Land. Da stahl er das Große,

Stahl ich das Kleine. Was wir gewo

Aber es war nicht gemein, wie billig: er teilte nach Willkür;

Niemals empfing ich die Hälfte. Ja, Schlimmeres hab ich erfahren.

We

We

Frisch geschlachtet, verzehrte, ein Bock ihm unter den Klauen

Lag und zappelte, grinst' er mich an und stellte sich grämlich,

Trieb mich knurrend hinweg: so war mein Teil ihm geblieben.

Immer ging es mir so, es mochte der Braten so groß sein,

Als er wollte. Ja, we

Einen Ochsen gefangen, wir eine Kuh uns gewo

Gleich erschienen sein Weib und sieben Kinder und warfen

Über die Beute sich her und drängten mich hinter die Mahlzeit.

Keine Rippe ko

Glatt und trocken genagt; das sollte mir alles gefallen!

Aber, Gott sei gedankt, ich litt deswegen nicht Hunger;

Heimlich nährt ich mich wohl von meinem herrlichen Schatze,

Von dem Silber und Golde, das ich an sicherer Stätte

Heimlich verwahre; des hab ich genug. Es schafft mir wahrhaftig

Ihn kein Wagen hinweg, und we

Und es horchte der König, da von dem Schatze gesagt ward,

Neigte sich vor und sprach: Von wa

Saget an! ich meine den Schatz. Und Reineke sagte:

Dieses Geheimnis verhehl ich Euch nicht, was kö

De

Aber wie Ihr befehlt, will ich Euch alles erzählen,

De

Möcht ich wahrhaftig das große Geheimnis nicht länger verhehlen:

De

Euch, Herr König, zu morden, und wurde zur selbigen Stunde

Nicht der Schatz mit Klugheit entwendet, so war es geschehen.

Merket es, gnädiger Herr! de

Hing an dem Schatz. Und daß man ihn stahl, das brachte de

Meinen eigenen Vater in große Nöten, es bracht ihn

Frühe zur traurigen Fahrt, vielleicht zu ewigem Schaden;

Aber, gnädiger Herr, zu Eurem Nutzen geschah es!

Und die Königin hörte bestürzt die gräßliche Rede,

Das verworrne Geheimnis von ihres Gemahles Ermordung,

Von dem Verrat, vom Schatz, und was er alles gesprochen.

Ich vermahn Euch, Reineke, rief sie: bedenket! Die lange

Heimfahrt steht Euch bevor, entladet reuig die Seele;

Saget die lautere Wahrheit und redet mir deutlich vom Morde.

Und der König setzte hinzu: ein jeglicher schweige!

Reineke komme nun wieder herab und trete mir näher;

De

Reineke, der es vernahm, stand wieder getröstet, die Leiter

Stieg er zum großen Verdruß der Feindlichgesi

Und er nahte sich gleich dem König und seiner Gemahlin,

Die ihn eifrig befragten, wie diese Geschichte begegnet.

Da bereitet' er sich zu neuen gewaltigen Lügen.

Wiedergewi

Daß ich die Feinde, die mich dem Tod entgegengeführet,

Selbst verdürbe, das rettete mich aus allen Gefahren.

Sicher wäre mir das ein unerwarteter Vorteil;

Aber ich sehe schon, Lügen bedarf es und über die Maßen.

Ungeduldig befragte die Königin Reineken weiter:

Lasset uns deutlich vernehmen, wie diese Sache beschaffen!

Saget die Wahrheit, bedenkt das Gewissen, entladet die Seele!

Reineke sagte darauf. Ich will Euch gerne berichten.

Sterben muß ich nun wohl; es ist kein Mittel dagegen.

Sollt ich meine Seele beladen am Ende des Lebens,

Ewige Strafe verwirken, es wäre töricht gehandelt.

Besser ist es, daß ich beke

Meine lieben Verwandten und meine Freunde verklagen,

Ach, was ka

Und es war dem Könige schon bei diesen Gesprächen

Schwer geworden ums Herz. Er sagte: Sprichst du die Wahrheit?

Da versetzte Reineke drauf mit verstellter Gebärde:

Freilich bin ich ein sündiger Mensch; doch red ich die Wahrheit.

Ewig verdammen. Ihr wißt ja nun wohl, so ist es beschlossen:

Sterben muß ich, ich sehe den Tod und werde nicht lügen;

De

Bebend sagte Reineke das und schien zu verzagen.

Und die Königin sprach: Mich jammert seine Beklemmung;

Sehet ihn gnadenreich an, ich bitt Euch, mein Herr! und erwäget:

Manches Unheil wenden wir ab nach seinem Beke

Laßt uns je eher je lieber den Grund der Geschichte vernehmen.

Heißet jeglichen schweigen und laßt ihn öffentlich sprechen.

Und der König gebot, da schwieg die ganze Versammlung.

Aber Reineke sprach: Beliebt es Euch, gnädiger König,

So vernehmet, was ich Euch sage. Geschieht auch mein Vortrag

Ohne Brief und Papier, so soll er doch treu und genau sein;

Ihr erfahrt die Verschwörung, und niemands denk ich zu schonen.