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Seinen Oheim, den Dachs, und seinen eigenen Vater
Hat er diesmal bezichtigt und ihre Frevel verkündigt.
Wollt er, so ko
Solche Geschichten erzählen; er wird so törig nicht lügen.
Meinet Ihr so? versetzte der König: und denkt Ihr, es wäre
Wirklich zum besten geraten, daß nicht ein größeres Übel
Draus entstände, so will ich es tun und diese Verbrechen
Reinekens über mich nehmen und seine verwundete Sache.
Einmal trau ich, zum letztenmal noch! das mag er bedenken:
De
Künftig frevelt und lügt, es soll ihn ewig gereuen;
Alles, wär es ihm nur verwandt ihm zehenten Grade,
Wer sie auch wären, sie sollens entgelten, und keiner entgeht mir,
Sollen in Unglück und Schmach und schwere Prozesse geraten!
Als nun Reineke sah, wie schnell sich des Königs Gedanken
Wendeten, faßt' er ein Herz und sagte: Sollt ich so töricht
Handeln, gnädiger Herr, und Euch Geschichten erzählen,
Deren Wahrheit sich nicht in wenig Tagen bewiese?
Und der König glaubte den Worten, und alles vergab er,
Erst des Vaters Verrat, da
Über die Maßen freute sich der; zur glücklichen Stunde,
War er der Feinde Gewalt und seinem Verhängnis entro
Edler König, gnädiger Herr! bega
Möge Gott Euch alles vergelten und Eurer Gemahlin,
Was Ihr an mir Unwürdigem tut; ich will es gedenken,
Und ich werde mich immer gar höchlich dankbar erzeigen.
De
Niemand unter der So
Lieber gö
Mir für Gnade bewiesen! Dagegen geb ich Euch willig
König Emmerichs Schatz, so wie ihn dieser besessen.
Wo er liegt, beschreib ich Euch nun, ich sage die Wahrheit.
Höret! Im Osten von Flandern ist eine Wüste, dari
Liegt ein einzelner Busch, heißt Hüsterlo, merket den Namen!
Da
Beide nicht weit auseinander. Es kommt in selbige Gegend
Weder Weib noch Ma
Nur die Eul und der Schuhu, und dort begrub ich die Schätze.
Krekelborn heißt die Stätte, das merket und nützet das Zeichen.
Gehet selber dahin mit Eurer Gemahlin: es wäre
Niemand sicher genug, um ihn als Boten zu senden,
Und der Schande wäre zu groß; ich darf es nicht raten.
Selber müßt Ihr dahin. Bei Krekelborn geht Ihr vorüber,
Seht zwei junge Birken hernach, und merket! die eine
Steht nicht weit von dem Bru
Grad auf die Birken los, de
Kratzt und scharret nur zu; erst findet Ihr Moos an den Wurzeln,
Da
Golden, künstlich und schön, auch findet Ihr Emmerichs Krone:
Wäre des Bären Wille geschehn, der sollte sie tragen.
Manchen Zierat seht Ihr daran und Edelgesteine
Goldnes Kunstwerk; man macht es nicht mehr, wer wollt es bezahlen?
Sehet Ihr alle das Gut, o gnädiger König, beisammen,
Ja, ich bin es gewiß, Ihr denket meiner in Ehren.
Reineke, redlicher Fuchs! so denkt Ihr: der du so klüglich
Unter das Moos die Schätze gegraben, o mög es dir immer,
Wo du auch sein magst, glücklich ergehen! So sagte der Heuchler.
Und der König versetzte darauf: Ihr müßt mich begleiten,
De
Wohl von Aachen gehört, wie auch von Lübeck und Köllen
Und von Paris; doch Hüsterlo hört ich im Leben nicht einmal
Ne
Daß du uns wieder belügst und solche Namen erdichtest?
Reineke hörte nicht gern des Königs bedächtige Rede,
Sprach: So weis ich Euch doch nicht fern von hi
Ihr am Jordan zu suchen. Wie schien ich Euch jetzo verdächtig?
Nächst, ich bleibe dabei, ist alles in Flandern zu finden.
Laßt uns einige fragen; es mag es ein andrer versichern.
Krekelborn! Hüsterlo! sagt ich, und also heißen die Namen.
Lampen rief er darauf, und Lampe zauderte bebend.
Reineke rief. So kommt nur getrost, der König begehrt Euch,
Will, Ihr sollt bei Eid und bei Pflicht, die Ihr neulich geleistet,
Wahrhaft reden; so zeiget de
Sagt, wo Hüsterlo liegt und Krekelborn? Lasset uns hören.
Lampe sprach: Das ka
Krekelborn nahe bei Hüsterlo. Hüsterlo ne
Jenen Busch, wo Simonet lange, der Krumme, sich aufhielt,
Falsche Münzen zu schlagen mit seinen verwegnen Gesellen.
Vieles hab ich daselbst von Frost und Hunger gelitten,
We
Reineke sagte darauf: Ihr kö
Wieder stellen; Ihr habet den König genugsam berichtet.
Und der König sagte zu Reineken: Seid mir zufrieden,
Daß ich hastig gewesen und Eure Worte bezweifelt;
Aber sehet nun zu, mich an die Stelle zu bringen.
Reineke sprach: Wie schätzt ich mich glücklich, geziemt' es mir heute
Mit dem König zu gehn und ihm nach Flandern zu folgen;
Aber es müßt Euch zur Sünde gereichen. So sehr ich mich schäme,
Muß es heraus, wie gern ich es auch noch länger verschwiege.
Isegrim ließ vor einiger Zeit zum Mönche sich weihen,
Zwar nicht etwa dem Herren zu dienen, er diente dem Magen,
Zehrte das Kloster fast auf; man reicht' ihm für sechse zu essen,
Alles war ihm zu wenig, er klagte mir Hunger und Kummer.
Endlich erbarmet' es mich, als ich ihn mager und krank sah,
Half ihm treulich davon, er ist mein naher Verwandter.
Und nun hab ich darum den Ba
Möchte nun ohne Verzug, mit Eurem Wissen und Willen,
Meine Seele beraten und morgen mit Aufgang der So
Gnad und Ablaß zu suchen, nach Rom mich als Pilger begeben
Und von da
Alle von mir genommen, und kehr ich wieder nach Hause,
Darf ich mit Ehren neben Euch gehn. Doch tät ich es heute.
Würde jeglicher sagen: Wie treibt es jetzo der König
Wieder mit Reineken, den er vor kurzem zum Tode verurteilt;
Und der über das alles im Ba
Gnädiger Herr, Ihr seht es wohl ein, wir lassen es lieber.
Wahr, versetzte der König darauf: das ko
Bist du im Ba
Lampe ka
Aber, Reineke, daß du vom Ba
Find ich nützlich und gut. Ich gebe dir gnädigen Urlaub,
Morgen beizeiten zu gehn; ich will die Wallfahrt nicht hindern.
De
Gott gesegne den Vorsatz und laß Euch die Reise vollbringen!