Добавить в цитаты Настройки чтения

Страница 3 из 3

Jetter . Den nicht zu vergessen. Das ist ein rechter Wall: we

Alle . Hoch! hoch!

Soest . Nun, Alter, bring auch deine Gesundheit.

Ruysum . Alte Soldaten! Alle Soldaten! Es lebe der Krieg!

Buyck . Bravo, Alter! Alle Soldaten! Es lebe der Krieg!

Jetter . Krieg! Krieg! Wißt ihr auch, was ihr ruft? Daß es euch leicht vom Munde geht, ist wohl natürlich; wie lumpig aber unsereinem dabei zumute ist, ka

Soest . Drum muß auch ein Bürger immer in Waffen geübt sein.

Jetter . Ja, es übt sich, wer Frau und Kinder hat. Und doch hör ich noch lieber von Soldaten, als ich sie sehe.

Buyck . Das sollt' ich übelnehmen.

Jetter . Auf Euch ist's nicht gesagt, Landsma

Soest . Gelt! die lagen dir am schwersten auf?

Jetter . Vexier' Er sich.

Soest . Die hatten scharfe Einquartierung bei dir.

Jetter . Halt dein Maul.

Soest . Sie hatten ihn vertrieben aus der Küche, dem Keller, der Stube — dem Bette.

(Sie lachen.)

Jetter . Du bist ein Tropf.

Buyck . Friede, ihr Herren! Muß der Soldat Friede rufen? — Nun da ihr von uns nichts hören wollt, nun bringt auch eure Gesundheit aus, eine bürgerliche Gesundheit.

Jetter . Dazu sind wir bereit! Sicherheit und Ruhe!

Soest . Ordnung und Freiheit!

Buyck . Brav! das sind auch wir zufrieden.

(Sie stoßen an und wiederholen fröhlich die Worte, doch so, daß jeder ein anders ausruft und es eine Art Kanon wird. Der Alte horcht und fällt endlich auch mit ein.)

Alle . Sicherheit und Ruhe! Ordnung und Freiheit!

Palast der Regentin

Margarete von Parma in Jagdkleidern. Hofleute. Pagen. Bediente.

Regentin . Ihr stellt das Jagen ab, ich werde heut nicht reiten. Sagt Machiavellen, er soll zu mir kommen.

(Alle gehen ab.)

Der Gedanke an diese schrecklichen Begebenheiten läßt mir keine Ruhe! Nichts ka

(Machiavell tritt auf.)

Regentin . Sind die Briefe an den König aufgesetzt?

Machiavell . In einer Stunde werdet Ihr sie unterschreiben kö

Regentin . Habt Ihr den Bericht ausführlich genug gemacht?

Machiavell . Ausführlich und umständlich, wie es der König liebt. Ich erzähle, wie zuerst um St. Omer die bilderstürmerische Wut sich zeigt. Wie eine rasende Menge, mit Stäben, Beilen, Hämmern, Leitern, Stricken versehen, von wenig Bewaffneten begleitet, erst Kapellen, Kirchen und Klöster anfallen, die Andächtigen verjagen, die verschlossenen Pforten aufbrechen, alles umkehren, die Altäre niederreißen, die Statuen der Heiligen zerschlagen, alle Gemälde verderben, alles, was sie nur Geweihtes, Geheiligtes antreffen, zerschmettern, zerreißen, zertreten. Wie sich der Haufe unterwegs vermehrt, die Einwohner von Ypern ihnen die Tore eröffnen. Wie sie den Dom mit unglaublicher Schnelle verwüsten, die Bibliothek des Bischofs verbre

Regentin . Ach, wie ergreift mich aufs neue der Schmerz bei deiner Wiederholung! Und die Furcht gesellt sich dazu, das Übel werde nur größer und größer werden. Sagt mir Eure Gedanken, Machiavell!

Machiavell . Verzeihen Eure Hoheit, meine Gedanken sehen Grillen so ähnlich; und we

Regentin . Ich sehe auch viel voraus, ohne es ändern zu kö

Machiavell . Ein Wort für tausend: Ihr unterdrückt die neue Lehre nicht. Laßt sie gelten, sondert sie von den Rechtgläubigen, gebt ihnen Kirchen, faßt sie in die bürgerliche Ordnung, schränkt sie ein; und so habt Ihr die Aufrührer auf einmal zur Ruhe gebracht. Jede andern Mittel sind vergeblich, und Ihr verheert das Land.

Regentin . Hast du vergessen, mit welchem Abscheu mein Bruder selbst die Frage verwarf, ob man die neue Lehre dulden kö

Machiavell . Ich weiß wohl; der König befiehlt, er läßt Euch seine Absichten wissen. Ihr sollt Ruhe und Friede wiederherstellen, durch ein Mittel, das die Gemüter noch mehr erbittert, das den Krieg unvermeidlich an allen Enden anblasen wird. Bedenkt, was Ihr tut. Die größten Kaufleute sind angesteckt, der Adel, das Volk, die Soldaten. Was hilft es, auf seinen Gedanken beharren, we

Regentin . Solch ein Wort nie wieder. Ich weiß wohl, daß Politik selten Treu und Glauben halten ka

Machiavell . Denkt nur deswegen nicht übler von mir.

Regentin . Ich ke

Machiavell . Wen bezeichnet Ihr mir?

Regentin . Ich ka

Machiavell . Durch welches Betragen?

Regentin . Durch sein gewöhnliches, durch Gleichgültigkeit und Leichtsi

Machiavell . Und was antwortete er?

Regentin . Als we

Machiavell . Vielleicht hat er wahrer als klug und fromm gesprochen. Wie soll Zutrauen entstehen und bleiben, we

Regentin . Du stellst dich auf die Seite der Gegner.

Machiavell . Mit dem Herzen gewiß nicht; und wollte, ich kö

Regentin . We

Machiavell . Ein gefährliches Paar.

Конец ознакомительного фрагмента.

Полная версия книги есть на сайте ЛитРес.