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— was will nicht Lust! sie ist durstiger, herzlicher, hungriger, schrecklicher, heimlicher als alles Weh, sie will sich, sie beisst in sich, des Ringes Wille ringt in ihr,

— sie will Liebe, sie will Hass, sie ist überreich, schenkt, wirft weg, bettelt, dass Einer sie nimmt, dankt dem Nehmenden, sie möchte gern gehasst sein,

— so reich ist Lust, dass sie nach Wehe durstet, nach Hölle, nach Hass, nach Schmach, nach dem Krüppel, nach Welt, — de

Ihr höheren Menschen, nach euch sehnt sie sich, die Lust, die unbändige, selige, — nach eurem Weh, ihr Missrathenen! Nach Missrathenem sehnt sich alle ewige Lust.

De

— Lust will aller Dinge Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit!

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Lerntet ihr nun mein Lied? Erriethet ihr, was es will? Wohlan! Wohlauf! Ihr höheren Menschen, so singt mir nun meinen Rundgesang!

Singt mir nun selber das Lied, dess Name ist» Noch ein Mal«, dess Si

Oh Mensch! Gieb Acht!

Was spricht die tiefe Mitternacht?

«Ich schlief, ich schlief —,

«Aus tiefem Traum bin ich erwacht:

«Die Welt ist tief,

«Und tiefer als der Tag gedacht.

«Tief ist ihr Weh —,

«Lust — tiefer noch als Herzeleid:

«Weh spricht: Vergeh!

«Doch alle Lust will Ewigkeit

«will tiefe, tiefe Ewigkeit!»

Das Zeichen

Des Morgens aber nach dieser Nacht sprang Zarathustra von seinem Lager auf, gürtete sich die Lenden und kam heraus aus seiner Höhle, glühend und stark, wie eine Morgenso

«Du grosses Gestirn, sprach er, wie er einstmal gesprochen hatte, du tiefes Glücks-Auge, was wäre all dein Glück, we

Und we

Wohlan! sie schlafen noch, diese höheren Menschen, während ich wach bin: das sind nicht meine rechten Gefährten! Nicht auf sie warte ich hier in meinen Bergen.

Zu meinem Werke will ich, zu meinem Tage: aber sie verstehen nicht, was die Zeichen meines Morgens sind, mein Schritt — ist für sie kein Weckruf.

Sie schlafen noch in meiner Höhle, ihr Traum käut noch an meinen Mitternächten. Das Ohr, das nach mir horcht, — das gehorchende Ohr fehlt in ihren Gliedern.»

— Diess hatte Zarathustra zu seinem Herzen gesprochen, als die So

Mein Adler ist wach und ehrt gleich mir die So

Aber noch fehlen mir meine rechten Menschen!»

Also sprach Zarathustra; da aber geschah es, dass er sich plötzlich wie von unzähligen Vögeln umschwärmt und umflattert hörte, — das Geschwirr so vieler Flügel aber und das Gedräng um sein Haupt war so gross, dass er die Augen schloss. Und wahrlich, einer Wolke gleich fiel es über ihn her, einer Wolke von Pfeilen gleich, welche sich über einen neuen Feind ausschüttet. Aber siehe, hier war es eine Wolke der Liebe, und über einen neuen Freund.

«Was geschieht mir?«dachte Zarathustra in seinem erstaunten Herzen und liess sich langsam auf dem grossen Steine nieder, der neben dem Ausgange seiner Höhle lag. Aber, indem er mit den Händen um sich und über sich und unter sich griff, und den zärtlichen Vögeln wehrte, siehe, da geschah ihm etwas noch Seltsameres: er griff nämlich dabei unvermerkt in ein dichtes warmes Haar-Gezottel hinein; zugleich aber erscholl vor ihm ein Gebrüll, — ein sanftes langes Löwen-Brüllen.

«Das Zeichen kommt, «sprach Zarathustra und sein Herz verwandelte sich. Und in Wahrheit, als es helle vor ihm wurde, da lag ihm ein gelbes mächtiges Gethier zu Füssen und schmiegte das Haupt an seine Knie und wollte nicht von ihm lassen vor Liebe und that einem Hunde gleich, welcher seinen alten Herrn wiederfindet. Die Tauben aber waren mit ihrer Liebe nicht minder eifrig als der Löwe; und jedes Mal, we

Zu dem Allen sprach Zarathustra nur Ein Wort:»meine Kinder sind nahe, meine Kinder«—, da

Diess Alles dauerte eine lange Zeit, oder eine kurze Zeit: de

Zarathustra selber aber, betäubt und fremd, erhob sich von seinem Sitze, sah um sich, stand staunend da, fragte sein Herz, besa

Und schon kam ihm die Eri

Oh ihr höheren Menschen, von eurer Noth war's ja, dass gestern am Morgen jener alte Wahrsager mir wahrsagte,

— zu eurer Noth wollte er mich verfuhren und versuchen: oh Zarathustra, sprach er zu mir, ich komme, dass ich dich zu deiner letzten Sünde verführe.

Zu meiner letzten Sünde? rief Zarathustra und lachte zornig über sein eigenes Wort: was blieb mir doch aufgespart als meine letzte Sünde?»

— Und noch ein Mal versank Zarathustra in sich und setzte sich wieder auf den grossen Stein nieder und sa

«Mitleiden! Das Mitleiden mit dem höheren Menschen! schrie er auf, und sein Antlitz verwandelte sich in Erz. Wohlan! Das — hatte seine Zeit!

Mein Leid und mein Mitleiden — was liegt daran! Trachte ich de

Wohlan! Der Löwe kam, meine Kinder sind nahe, Zarathustra ward reif, meine Stunde kam:

Dies ist mein Morgen, mein Tag hebt an: herauf nun, herauf, du grosser Mittag!»

Also sprach Zarathustra und verliess seine Höhle, glühend und stark, wie eine Morgenso


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