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Er war von diesem Gesicht beunruhigt und ergriffen. Es schien ihm nicht nur bedeutungsvoll, daß die Welt seinen verlorengegangenen Freund nun hierher geschickt habe und daß Plinio und Josef, wie einst in ihren Schüler-Redekämpfen, so jetzt wirklich und gültig der eine die Welt, der andre den Orden vertrete; noch wichtiger und symbolhafter wollte es ihm erscheinen, daß in diesem einsamen und von Trauer beschatteten Angesicht die Welt nun einmal nicht ihr Lachen, ihre Lebenslust, ihre Machtfreude, ihre Derbheit nach Kastalien entsandt habe, sondern ihre Not, ihr Leiden. Auch das gab ihm zu denken und mißfiel ihm keineswegs, daß Designori ihn eher zu meiden als zu suchen schien und sich nur langsam und unter großen Widerständen ergab und erschloß. Übrigens, und das kam Knecht natürlich zu Hilfe, war sein Schulkamerad, selber in Kastalien erzogen, kein schwieriges, verdrossenes oder gar geradezu übelvollendes Mitglied seiner für Kastalien so wichtigen Kommission, wie man sie auch schon erlebt hatte, sondern gehörte zu den Verehrern des Ordens und Gö

Wir kö

Am Ende hatte, einige Monate nach jener ersten Wiederbegegnung, Designori seine wiederholt ergangene Einladung zu einem Besuche in Waldzell angenommen, und die beiden fuhren an einem wolkig-windigen Herbstnachmittag durch das beständig zwischen Licht und Schatten wechselnde Land den Stätten ihrer Schülerzeit und Freundschaft entgegen, Knecht in gelassener Heiterkeit, sein Begleiter und Gast still, aber unruhig, gleich den leeren Feldern zwischen So

»So sehr vieles hatte ich im Si

»Ich bin dir dafür dankbar,« sagte Plinio. »Was eure Provinz eigentlich ist, und was für merkwürdige und große Geheimnisse sie hat, bega

Du weißt, ich stamme aus einer alten, um das Land verdienten und mit eurer Provinz befreundeten Familie, einer konservativen Familie von Gutsbesitzern und höhern Beamten. Aber sieh, schon diese einfache Mitteilung stellt mich vor die Kluft, die dich von mir tre

Da er einen Augenblick nachdenklich schwieg, sagte Knecht behutsam: »Es ist wohl nicht so schlimm mit dem Nichtverstehenkö

Designori nickte und fuhr fort: »Ich will vorerst das wenige erzählen, was du wissen mußt, um etwa eine Ahnung von meiner Situation zu bekommen. Also da ist zunächst die Familie, die oberste Macht im Leben eines jungen Menschen, er mag sie anerke