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Längst hatte er das Stadthaus Kamalas erkundet, dort fand er sich am andern Tage ein.

»Es geht gut,« rief sie ihm entgegen. »Du wirst bei Kamaswami erwartet, er ist der reichste Kaufma

Siddhartha dankte ihr und lachte, und da sie erfuhr, er habe gestern und heute nichts gegessen, ließ sie Brot und Früchte bringen und bewirtete ihn.

»Du hast Glück gehabt,« sagte sie beim Abschied, »eine Tür um die andre tut sich dir auf. Wie kommt das wohl? Hast du einen Zauber?«

Siddhartha sagte: »Gestern erzählte ich dir, ich verstünde zu denken, zu warten und zu fasten, du aber fandest, das sei zu nichts nütze. Es ist aber zu vielem nütze, Kamala, du wirst es sehen. Du wirst sehen, dass die dummen Samanas im Walde viel Hübsches lernen und kö

»Nun ja,« gab sie zu. »Aber wie stünde es mit dir ohne mich? Was wärest du, we

»Liebe Kamala,« sagte Siddhartha und richtete sich hoch auf, »als ich zu dir in deinen Hain kam, tat ich den ersten Schritt. Es war mein Vorsatz, bei dieser schönsten Frau die Liebe zu lernen. Von jenem Augenblick an, da ich den Vorsatz fasste, wusste ich auch, dass ich ihn ausführen werde. Ich wusste, dass du mir helfen würdest, bei deinem ersten Blick am Eingang des Haines wusste ich es schon.«

»We

»Du hast gewollt. Sieh, Kamala: We

Kamala hörte ihm zu. Sie liebte seine Stimme, sie liebte den Blick seiner Augen.

»Vielleicht ist es so,« sagte sie leise, »wie du sprichst, Freund. Vielleicht ist es aber auch so, dass Siddhartha ein hübscher Ma

Mit einem Kuss nahm Siddhartha Abschied.  »Möge es so sein, meine Lehrerin. Möge immer mein Blick dir gefallen, möge immer von dir mir Glück entgegenkommen!«

Bei den Kindermenschen

Siddhartha ging zum Kaufma

Kamaswami trat ein, ein rascher, geschmeidiger Ma

»Man hat mir gesagt,« bega

»Nein,« sagte Siddhartha, »ich bin nicht in Not geraten und bin nie in Not gewesen. Wisse, dass ich von den Samanas komme, bei welchen ich lange Zeit gelebt habe.«

»We

»Besitzlos bin ich,« sagte Siddhartha, »we

»Wovon aber willst du leben, we

»Ich habe daran noch nie gedacht, Herr. Ich bin mehr als drei Jahre besitzlos gewesen, und habe niemals daran gedacht, wovon ich leben solle.«

»So hast du vom Besitz anderer gelebt.«

»Vermutlich ist es so. Auch der Kaufma

»Wohl gesprochen. Doch nimmt er von den andern du nicht umsonst; er gibt ihnen seine Waren dafür.«

»So scheint es sich in der Tat zu verhalten. Jeder nimmt, jeder gibt, so ist das Leben.«

»Aber erlaube: we

»Jeder gibt, was er hat. Der Krieger gibt Kraft, der Kaufma

»Sehr wohl. Und was ist es nun, was du zu geben hast?  Was ist es, das du gelernt hast, das du ka

»Ich ka

»Das ist alles?«

»Ich glaube, es ist alles!«

»Und wozu nützt es? Zum Beispiel das Fasten – wozu ist es gut?«

»Es ist sehr gut, Herr. We

»Du hast Recht, Samana.  Warte einen Augenblick.«

Kamaswami ging hinaus und kehrte mit einer Rolle wieder, die er seinem Gaste hinreichte, indem er fragte: »Ka

Siddhartha betrachtete die Rolle, in welcher ein Kaufvertrag niedergeschrieben war, und bega

»Vortrefflich«, sagte Kamaswami. »Und willst du mir etwas auf dieses Blatt schreiben?«

Er gab ihm ein Blatt und einen Griffel, und Siddhartha schrieb und gab das Blatt zurück.

Kamaswami las: »Schreiben ist gut, Denken ist besser. Klugheit ist gut, Geduld ist besser.«

»Vorzüglich verstehst du zu schreiben,« lobte der Kaufma

Siddhartha dankte und nahm an, und wohnte nun im Hause des Händlers. Kleider wurden ihm gebracht, und Schuhe, und ein Diener bereitete ihm täglich das Bad. Zweimal am Tage wurde eine reichliche Mahlzeit aufgetragen, Siddhartha aber aß nur einmal am Tage, und aß weder Fleisch noch trank er Wein. Kamaswami erzählte ihm von seinem Handel, zeigte ihm Waren und Magazine, zeigte ihm Berechnungen. Vieles Neue lernte Siddhartha ke

Nicht lange war er in Kamaswamis Hause, da nahm er schon an seines Hausherrn Handel teil. Täglich aber zu der Stunde, die sie ihm na

Der Kaufma

Der Freund riet dem Händler: »Gib ihm von den Geschäften, die er für dich treibt, einen Drittel vom Gewi

Kamaswami folgte dem Rat. Siddhartha aber kümmerte sich wenig darum. Traf ihn Gewi

Es schien in der Tat, als seien die Geschäfte ihm gleichgültig. Einmal reiste er in ein Dorf, um dort eine große Reisernte aufzukaufen.

Als er ankam, war aber der Reis schon an einen andern Händler verkauft. De