Добавить в цитаты Настройки чтения

Страница 45 из 61

Fünfzehntes Kapitel

Endlich war das Ziel erreicht, und Goldmund betrat die ersehnte Stadt durch dasselbe Tor, durch das er einst, vor so viel Jahren, zum erstenmal geschritten war, um seinen Meister zu suchen. Manche Nachricht aus der Bischofsstadt hatte ihn schon unterwegs im Näherkommen erreicht; er wußte, daß auch dort die Pest gewesen war und vielleicht noch immer herrschte, man hatte ihm von Unruhen und Volksaufständen erzählt und daß ein kaiserlicher Statthalter gekommen sei, um Ordnung zu schaffen, Notgesetze zu geben und Gut und Leben der Bürger zu schützen. De

Als Goldmund die Stadt wiedersah, zog ihm eine nie zuvor erlebte Woge von Wiedersehen und Heimatgefühl durchs Herz, und er schnitt ein ungewohnt strenges Gesicht, um sich zu bemeistern. Oh, dies alles war noch da: die Tore, die schönen Bru

Es war Spätnachmittag, und an der So

Zwei Metzgerburschen trieben lachend ein Kalb vorüber, sie wechselten Blicke und Späße mit einer Magd, die über ihnen in einer Laube Wäsche abnahm. Wie schnell doch alles vorüberging! Vor kurzem noch hatten hier die Pestfeuer gebra

Es kam dieselbe alte Magd, die ihn einst beim ersten Eintritt in dies Haus empfangen hatte. Sie war nicht häßlicher geworden, aber älter und unfreundlicher, und sie erka

»Meister? Es gibt hier keinen Meister. Geht nur weiter, Ma

Sie wollte ihn aus dem Tor zurückdrängen, er nahm sie am Arm und sehne auf sie ein: »So rede doch, Margrit, um Gottes willen! Ich bin Goldmund, ke

Aus den weitsichtigen, halb erloschenen Augen schimmerte kein Willkomm.

»Es gibt hier keinen Meister Niklaus mehr«, sagte sie ablehnend, »der ist tot. Machet, daß Ihr weiterkommt, ich ka

Goldmund, während alles in ihm zusammenstürzte, drückte die Alte beiseite, die schreiend hinter ihm herlief, und eilte durch den dunklen Gang gegen die Werkstatt. Sie war geschlossen. Von der klagenden und schimpfenden Alten gefolgt, lief er die Treppe hinauf, in der Dämmerung sah er im beka

Es ging die Stubentür, und es erschien Lisbeth, und als er sie, erst beim zweiten Hinblicken, erka

»Verzeihet«, sagte er, »Margrit wollte mich nicht hereinlassen. Ke

»So, Ihr seid Goldmund?« sagte sie, und in der Stimme erka

»Und die Werkstatt?« fuhr es ihm heraus.

»Die Werkstatt? Ist geschlossen. We

Er versuchte, sich zusammenzunehmen.

»Jungfer Lisbeth«, sagte er freundlich, »ich suche keine Arbeit, ich wollte nur Grüßgott sagen, dem Meister und Euch. Es betrübt mich so sehr, daß ich das hören muß! Ich sehe, daß Ihr es schwer gehabt habet. We

Sie zog sich in die Stubentür zurück.

»Danke«, sagte sie zögernd. »Ihr kö

Schlecht klang ihre Stimme, halb böse, halb ängstlich. Er spürte: hätte sie Mut gehabt, sie hätte ihn schimpflich hinausgewiesen.

Schon war er unten, schon hatte die Alte das Haustor hinter ihm zugeschlagen und die Riegel gestoßen. Er hörte das harte Anschlagen der beiden Riegel noch, es klang ihm wie das Zuschlagen eines Sargdeckels. Langsam kehrte er zu der Ufermauer zurück und setzte sich wieder an den alten Platz überm Flusse. Die So

Spät fand er sich in einer Weinschenke ein, wo er einst oft mit Kameraden gezecht hatte. Die Wirtin erka

Er ging zum Fischmarkt, da stand das Haus, in dem er damals seine Kammer gehabt hatte. Neben dem Bru