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Das erste Kapitel

Es war spät abends, als K. ankam. Das Dorf lag in tiefem Schnee. Vom Schloßberg war nichts zu sehen, Nebel und Finsternis umgaben ihn, auch nicht der schwächste Lichtschein deutete das große Schloß an. Lange stand K. auf der Holzbrücke, die von der Landstraße zum Dorf führte, und blickte in die scheinbare Leere empor.

Da

Aber kurze Zeit darauf wurde er schon geweckt. Ein junger Ma

K. hatte sich halb aufgerichtet, hatte die Haare zurechtgestrichen, blickte die Leute von unten her an und sagte: "In welches Dorf habe ich mich verirrt? Ist de

"Allerdings", sagte der junge Ma

"Und man muß die Erlaubnis zum Übernachten haben?" fragte K., als wolle er sich davon überzeugen, ob er die früheren Mitteilungen nicht vielleicht geträumt hätte.

"Die Erlaubnis muß man haben", war die Antwort, und es lag darin ein großer Spott für K., als der junge Ma

"Da

"Ja von wem de

"Vom Herrn Grafen", sagte K., "es wird nichts anderes übrigbleiben."

"Jetzt um Mitternacht die Erlaubnis vom Herrn Grafen holen?" rief der junge Ma

"Ist das nicht möglich?" fragte K. gleichmütig. "Warum haben Sie mich also geweckt?"

Nun geriet aber der junge Ma

"Genug der Komödie", sagte K. auffallend leise, legte sich nieder und zog die Decke über sich. "Sie gehen, junger Ma

"Landvermesser?" hörte er noch hinter seinem Rücken zögernd fragen, da

Da

K. horchte auf. Das Schloß hatte ihn also zum Landvermesser erna

Dem sich schüchtern nähernden Schwarzer winkte K. ab; ins Zimmer des Wirtes zu übersiedeln, wozu man ihn drängte, weigerte er sich, nahm nur vom Wirt einen Schlaftrunk an, von der Wirtin ein Waschbecken mit Seife und Handtuch und mußte gar nicht erst verlangen, daß der Saal geleert wurde, de

Nach dem Frühstück, das, wie überhaupt K.s ganze Verpflegung, nach Angabe des Wirts vom Schloß bezahlt werden sollte, wollte er gleich ins Dorf gehen. Aber da der Wirt, mit dem er bisher in Eri

"Ich ke

"In dieser Hinsicht muß sich der Herr keine Sorge machen, über schlechte Bezahlung hört man keine Klage." — "Nun", sagte K., "ich gehöre ja nicht zu den Schüchternen und ka

Der Wirt saß K. gegenüber am Rand der Fensterbank, bequemer wagte er sich nicht zu setzen, und sah K. die ganze Zeit über mit großen, braunen, ängstlichen Augen an. Zuerst hatte er sich an K. herangedrängt, und nun schien es, als wolle er am liebsten weglaufen. Fürchtete er, über den Grafen ausgefragt zu werden? Fürchtete er die Unzuverlässigkeit des "Herrn", für den er K. hielt? K. mußte ihn ablenken. Er blickte auf die Uhr und sagte: "Nun werden bald meine Gehilfen kommen, wirst du sie hier unterbringen kö

"Gewiß, Herr", sagte er, "werden sie aber nicht mit dir im Schlosse wohnen?"

Verzichtete er so leicht und gern auf die Gäste und auf K. besonders, den er unbedingt ins Schloß verwies?