Страница 44 из 45
Grenouille schüttelte den Kopf, und Richis' Gesicht wurde puterrot vor Glück. »Da
Grenouille nickte. Da brach Richis das Glück wie roter Schweiß aus allen Poren, und er beugte sich zu Grenouille herab und küsste ihn auf den Mund.
»Schlaf jetzt, mein lieber Sohn!« sagte er, als er sich wieder aufgerichtet hatte. »Ich werde bei dir wachen, solange bis du eingeschlafen bist.« Und nachdem er ihn eine lange Zeit in stummer Seligkeit betrachtet hatte: »Du machst mich sehr, sehr glücklich.«
Grenouille zog die Mundwinkel leicht auseinander, wie er es den Menschen abgeschaut hatte, die lächeln. Da
Grenouille blieb liegen, bis er in Haus und Stadt kein Geräusch mehr hörte. Als er da
Oben am Cours musste er sich noch einmal durch Menschendünste kämpfen, ehe er das freie Land gewa
Am Ende des Cours angelangt, nahm er nicht die Straße nach Grenoble, nicht die nach Cabris, sondern er ging querfeldein in westliche Richtung davon, ohne sich noch ein einziges Mal umzuschauen. Als die So
Die Grasser erwachten mit einem entsetzlichen Kater. Selbst denen, die nicht getrunken hatten, war bleischwer im Kopf und speiübel in Magen und Gemüt. Auf dem Cours, in hellstem So
Vielen erschien dieses Erlebnis so grauenvoll, so vollständig unerklärlich und unvereinbar mit ihren eigentlichen moralischen Vorstellungen, dass sie es buchstäblich im Augenblick seines Stattfindens aus ihrem Gedächtnis löschten und sich infolgedessen auch später wahrhaftig nicht mehr daran zurückeri
Die Leute in der Stadt kamen, we
Manche freilich mussten sich allein kraft ihres Amtes direkter mit dem befassen, was geschehen war. Die Kontinuität des öffentlichen Lebens, die Unverbrüchlichkeit von Recht und Ordnung erforderten rasche Maßnahmen. Schon am Nachmittag tagte der Stadtrat. Die Herren, darunter auch der Zweite Konsul, umarmten sich stumm, als gelte es, das Gremium durch diese verschwörerische Geste neu zu konstituieren. Da
Gleichzeitig tagte das Gericht in der Prévoté. Der Magistrat kam ohne Aussprache überein, den »Fall G.« als erledigt zu betrachten, die Akten zu schließen und ohne Registratur zu archivieren und ein neues Verfahren gegen einen bislang unbeka
Schon am nächsten Tag wurde er fündig. Aufgrund eindeutiger Verdachtsmomente verhaftete man Dominique Druot, Maitre Parfumeur in der Rue de la Louve, in dessen Kabane ja schließlich die Kleider und Haare sämtlicher Opfer gefunden worden waren. Von seinem anfänglichen Leugnen ließen sich die Richter nicht täuschen. Nach vierzehnstündiger Folter gestand er alles und bat sogar um eine möglichst baldige Hinrichtung, die ihm schon für den folgenden Tag gewährt wurde. Man knüpfte ihn im Morgengrauen auf, ohne großes Tamtam, ohne Schafott und Tribünen, im Beisein lediglich des Henkers, einiger Mitglieder des Magistrats, eines Arztes und eines Priesters. Die Leiche ließ man, nachdem der Tod eingetreten, festgestellt und protokollarisch niedergelegt war, unverzüglich beisetzen. Damit war der Fall erledigt.
Die Stadt hatte ihn ohnehin schon vergessen, und zwar so vollständig, dass Reisende, die in den folgenden Tagen eintrafen und sich beiläufig nach dem berüchtigten Grasser Mädchenmörder erkundigten, nicht einen einzigen vernünftigen Menschen fanden, der ihnen Auskunft hätte erteilen kö
Und bald hatte sich das Leben gänzlich normalisiert. Die Leute arbeiteten fleißig und schliefen gut und gingen ihren Geschäften nach und hielten sich rechtschaffen. Das Wasser sprudelte wie eh und je aus den vielen Quellen und Bru