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Verheirateit waren sie leider noch immer nicht; aber sie waren längst in einem Alter, in dem man sich bescheidet, de
Der kleine Herr Friedema
Ihr Bruder fuhr fort, bei ihnen zu wohnen, auch als er die Holzhandlung des Herrn Schlievogt verließ und sich selbständig machte, indem er irgendein kleines Geschäft übernahm, eine Agentur oder dergleichen, was nicht allzu viel Arbeit in Anspruch nahm. Er hatte ein paar Parterreräumlichkeiten des Hauses i
An seinem dreißigsten Geburtstage, einem hellen und warmen Junitage, saß er nach dem Mittagessen in dem grauen Gartenzelt mit einer neuen Nackenrolle, die Henriette ihm gearbeitet hatte, einer guten Zigarre im Munde und einem guten Buche in der Hand. Da
Der kleine Herr Friedema
Als er einmal das Buch ganz auf die Knie herabsinken ließ und hinauf in den blauen, so
Im Juli desselben Jahres ereignete sich jener Wechsel in der Bezirkskommandantur, der alle Welt in Erregung versetzte. Der beleibte, joviale Herr, der lange Jahre hindurch diesen Posten i
Die Herrschaften bega
»Dass man die hauptstädtische Luft verspürt«, äußerte sich Frau Rechtsanwalt Hagenström gesprächsweise gegen Henriette Friedema
»Nun«, sagte Fräulein Friedema
»Ja, ihr Ma
Der Ort, an dem es dem kleinen Herrn Friedema
Er spazierte, winzig und wichtig, neben dem Großkaufma
»Nun, das trifft sich gut«, sagte Herr Friedema
In der Tat war es der gelbe Jagdwagen, den Frau von Ri
Großkaufma
Nach ein paar Schritten sagte der Großkaufma
»Sie hat eine Spazierfahrt gemacht und fährt nun nach Hause.«
Der kleine Herr Friedema
»Wie meinten Sie?«
Und Herr. Stephens wiederholte seine scharfsi
Drei Tage später kam Joha
»Es ist Besuch da, Herr Fnedema
»Bei mir?« fragte er.
»Nein, oben, bei den Damen.«
« Wer de
»Herr und Frau Oberstleutnant von Ri
»Oh«, sagte Herr friedema
Und er ging die Treppe hinauf. Oben schritt er über den Vorplatz, und er hatte schon den Griff der hohen, weißen Tür in der Hand, die zum »Landschaftszimmer« führte, als er plötzlich i
»Nein. Lieber nicht.«
Er ging hinunter in sein »Bureau«, setzte sich an den Schreibtisch und nahm die Zeitung zur Hand. Nach einer Minute aber ließ er sie wieder sinken und blickte seitwärts zum Fenster hinaus. So blieb er sitzen, bis das Mädchen kam und meldete, dass angerichtet sei; da
Henriette, welche die Suppe auffüllte, sagte:
»Weißt du, Joha
»Nun?« fragte er.
»Die neuen Oberstleutnants.«
»Ja, so? Das ist liebenswürdig.«
»Ja«, sagte Pfiffi und bekam Flüssigkeit in die Mundwinkel, »ich finde, dass beide durchaus angenehme Menschen sind.«
»Jedenfalls«, sagte Friederike, »dürfen wir mit unserem Gegenbesuch nicht zögern. Ich schlage vor, dass wir übermorgen gehen, So
»So
»Du wirst doch mit uns gehen, Joha
»Selbstredend!« sagte Pfiffi und schüttelte sich. Herr Friedema
Am folgenden Abend gab man im Stadttheater den »Lohengrin«, und alle gebildeten Leute waren anwesend. Der kleine Raum war besetzt von oben bis unten und erfüllt von summendem Geräusch, Gasgeruch und Parfüms. Alle Augengläser aber, im Parkett wie auf den Rängen, richteten sich auf Loge 13, gleich rechts neben der Bühne, de